Rudolf Spira

Aus Theaterlexikon
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* 29.4.1900 Wien (A), † 28.8.1990 Zürich. ∞ Suzanne S., Gesangspädagogin.

Musikstudium in Innsbruck, ab 1926 weitere Studien bei Claudio Arrau in Berlin. 1935 verliess S. aus politischen Gründen Berlin und lebte zeitweise in Österreich und in der Schweiz, wo er in Lausanne, Montreux und Zürich Saisonstellen als Musiker hatte. 1938 liess er sich defintiv in Zürich nieder, 1955 erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Freier Korrepetitor, Pianist, Komponist von Schauspielmusiken und musikalischer Leiter am →Schauspielhaus Zürich, unter anderem bei Inszenierungen von Nestroy (1976 "Höllenangst", Regie: →Michael Hampe) und →Bertolt Brecht (1965 "Der kaukasische Kreidekreis", Regie: →Leopold Lindtberg). Pianist beim →Cabaret Cornichon. Klavierbegleiter und gelegentlich Komponist für →Elsie Attenhofer. 1943 begründete er mit Margrit Essek und Eric Guignard das Spira-Trio, das bis 1965 bestand. Daneben war er Chordirigent (unter anderem des jüdischen Männerchors Hasomir), gab Musikunterricht und arbeitete als Solist und Begleiter bei Radio Zürich. In den vierziger und fünfziger Jahren leitete S. die Abteilung für Partienstudium an der Opernschule des Konservatoriums Zürich. Am →Opernhaus Zürich spielte er 1972 in →Paul Burkhards "Das Feuerwerk" den Klavier-Solo­part. Musikalischer Leiter der Produktionen von Burkhards "Der schwarze Hecht" (1966) sowie "Die kleine Niederdorf-Oper" (ab 1968) am →Corso-Theater Zürich, von Letzterer betreute er noch 1986 (mit Mario Beretta am zweiten Flügel) die Aufführungen.

Nachlass

  • Stadtarchiv Zürich.


Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Rolf Lansky, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1712.

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