Ruth Pistor

Aus Theaterlexikon
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* 25.3.1928 Magdeburg (D). Tochter des Sängers Gotthelf P.

Schauspielausbildung bei Lilly Ackermann. Danach folgten verschiedene Engagements an deutschen Theatern, unter anderem 1948/49 an den Städtischen Bühnen Magdeburg, 1953/54 an den Bühnen der Hansestadt Lübeck, 1954–57 am Stadttheater Reydt, 1957–59 am Theater am Domhof in Osnabrück, 1959–62 am Badischen Staatstheater Karlsruhe und 1962/63 an der Komödie im Marquardt in Stuttgart. 1963–65 sowie – nach einer einjährigen Verpflichtung 1965/66 an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach – 1967–72 gehörte P. zunächst unter Direktor →Horst Gnekow, dann unter →Kraft-Alexander zum Ensemble des →Stadttheaters Luzern. Dort wirkte sie in rund vierzig Inszenierungen mit, häufig in Hauptrollen. Sie spielte unter anderem 1963 Marie in Büchners "Woyzeck", die Señora in →Max Frischs "Andorra" und Frosine in Molières "Der Geizige", 1964 Bertha in Grillparzers "Die Ahnfrau", Marianne in Franz und Paul von Schönthans "Der Raub der Sabinerinnen", die Titelrollen in Terence Rattigans "Olivia" und Lessings "Minna von Barnhelm" sowie die weibliche Hauptrolle der Tatjana Petrowna Ouratieffa in Jacques Devals "Towarisch", 1965 Charlotte Corday in der Schweizer Erstaufführung von Peter Weiss’ "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats", 1967 Madame Ninon de Hauteville in Ludwig Thomas "Moral", 1968 Arsinoé in Molières "Der Menschenfeind", 1969 Königin Margarete in Ionescos "Der König stirbt", 1970 Alice in →Friedrich Dürrenmatts "Play Strindberg" und 1971 die Titelrolle in der Schweizer Erstaufführung von →Wolfgang Hildesheimers "Mary Stuart". Nach ihrem Engagement in Luzern war P. wieder in Deutschland tätig, unter anderem 1972–75 an den Städtischen Bühnen Münster, 1975/76 am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Schleswig, 1977–80 als Gast am Städtebundtheater Hof, 1983–85 am Neuen Theater Hannover, 1992/93 an der Kleinen Komödie München sowie auf Tourneen.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Ruth Pistor, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1412–1413.

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