Ruth Waldstetter

Aus Theaterlexikon
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* 12.11.1882 Basel, † 26.3.1952 Arlesheim BL, eigentlich Martha Behrens, geborene Geering. ∞ →Eduard Behrens, Schriftsteller.

Nach Schulen und Sprachunterricht in Basel und Neuenburg ging W. mit 21 Jahren als Erzieherin und Sprachlehrerin nach Schottland. Weitere Sprachstudien führten sie nach Oxford und Berlin, wo 1910 ihr Roman "Die Wahl" im Samuel Fischer Verlag erschien. Zuvor hatte sie in Schweizer Zeitschriften unter dem Pseudonym W. Gedichte publiziert. 1911 kehrte sie in die Schweiz zurück und liess sich nach der Heirat mit Eduard Behrens in Bern nieder. Dort debütierte W. als Dramatikerin mit den beiden Bühnenwerken "Der Künstler" und "Familie" (Uraufführung 17.5.1919, →Stadttheater Bern, Regie: →Werner Wolff). 1922 wurde die Ehe mit Behrens aufgelöst, anschliessend war W. als Journalistin und Schriftstellerin in Basel tätig. Seit den zwanziger Jahren verfasste sie – zeitweise aus Paris – für die Basler "National-Zeitung" Feuilletons und Theaterberichte (Kürzel: R. Wst.); später übernahm sie das Schauspielreferat der Zeitung und profilierte sich als literarisch versierte Kritikerin des Basler Theaterschaffens. In ihren Romanen, Erzählungen, Gedichten und Schauspielen stellte W. oft die Enge der bürgerlichen Konventionen ins Zentrum. Weitere Bühnenwerke: "Merlins Geburt" (Musik: Jan Stüten, Uraufführung 17.2.1935, →Stadttheater Basel, Regie: →Friedrich Schramm), "Robert und Alix" (Uraufführung 15.2.1942, Stadttheater Basel, Regie: Wolff); unpubliziert blieben die Schauspiele "Mammon", "Fronten heraus" und "Dr goldig Getz". 1933–42 Vorstandsmitglied des →SSV.



Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Ruth Waldstetter, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2040–2041.

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