Sascha O. Schoening

Aus Theaterlexikon
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* 25.9.1889 Berlin (D), † 5.5.1949 Hamburg (D), auch Sacha O. S.

Zunächst Jura-Studium, dann Ausbildung zum Schauspieler. Erste Engagements in Berlin, Dessau und Gera, 1925/26 am Neuen Theater in Frankfurt am Main, 1926–28 und 1929/30 am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem La Trémouille in Shaws "Die heilige Johanna", Regie: →Herbert Waniek). In Zürich Gründung der →Proletarischen Bühne, für die S. unter anderem mit grossem Erfolg die Uraufführung von →Paul Langs "Sturmzeit" am 12.3.1930 im Theatersaal des Volkshauses Zürich inszenierte. Rückkehr nach Deutschland. Unter dem Pseudonym Oskar Schelling Leiter der Proletarischen Bühne Berlin, nach 1933 Engagements am Theater am Kurfürstendamm, am Komödienhaus und am Lessing-Theater Berlin, zahlreiche mittlere und kleine Filmrollen. Ab November 1944 im südbadischen Lörrach wohnhaft, dort nach dem Kriegsende Mitbegründer eines Schauspielerkollektivs, 1946–48 Leiter der Drei-Länder-Eck-Bühne Lörrach, an der auch Schweizer Schauspielerinnen und Schauspieler wie →Grazita Hettinger, →Isabell Mahrer und →Walter Plüss tätig waren. Unter anderem inszenierte S. für diese Bühne Max Mells "Apostelspiel", Hofmannsthals "Jedermann" und Schillers "Kabale und Liebe", spielte Doolittle in Shaws "Pygmalion", Thoas in Goethes "Iphigenie" und Kreon in Anouilhs "Antigone".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Sascha O. Schoening, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1629.

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