Sibylle Spalinger

Aus Theaterlexikon
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* 12.11.1918 Berlin (D). Tochter eines Schweizer Journalisten, Schwester des Theaterleiters, Regisseurs und Schauspielers →Adolph S. und der Tänzerin Elisabeth (Lisl/Liesel) Böhm-S.

Sie wurde in klassischem Ballett (russischer Stil) und modernem Tanz ausgebildet. Zusammen mit ihrer Schwester gab sie Solotanzabende am Opernhaus Berlin. 1944 als Solotänzerin, 1945/46 im Corps de Ballet am →Stadttheater Bern engagiert, an dem ihr Bruder seit 1941 als Schauspieler und Regisseur und ihre Schwester für zwei Spielzeiten 1945–47 als Solotänzerin verpflichtet waren. Ab 1947 erneut als Solotänzerin und zudem als Ballettmeisterin der Operette engagiert (bis 1950 Ballettmeisterin der Oper: →Hilde Baumann), 1950–57 alleinige Ballettmeisterin und Solotänzerin. Über hundert Choreografien für die Operetten- und Opernaufführungen des Stadttheaters, aber auch eigenständige Choreografien wie 1952 Strawinskys "Der Feuervogel" (nach Fokine) und "Weg ins Leben" (Libretto: S., Komposition: →Walter Furrer), 1953 "Des Königs neue Kleider" (nach einer Choreografie von Serge Lifar) sowie 1955 Glucks Ballett "Don Juan". 1957 Abschied von Bern und von der Bühnenlaufbahn, Umzug nach Chicago, wo sie die Ballettschule ihrer Schwester weiterführte. Heute lebt S. in einer Alterssiedlung in Basel.



Autorin: Marianne Mühlemann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Mühlemann, Marianne: Sibylle Spalinger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1705.

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