Simons Bermanis

Aus Theaterlexikon
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* 9.7.1912 Libau (Liepaja, heute: LV), auch Simone B.

Gesangsstudium an den Konservatorien in Libau und Wien. 1934 Debüt an der Oper von Libau. Engagements 1937–40 am →Stadttheater Zürich und 1940–47 als Sänger bei →Radio Svizzera Italiana (RSI), Lugano TI. B. sang als lyrischer Tenor in Zürich gelegentlich auch Partien des Charakter- und Heldenfachs. So trat er unter anderem auf als Soranzo in →Volkmar Andreaes "Die Abenteuer des Casanova", Bénédict in Berlioz’ "Béatrice et Bénédict", Laca Klemeń in Janáčeks "Jenufa", Belmonte und Tamino in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" und "Die Zauberflöte", Fürst Schuiski in Mussorgskys "Boris Godunow", Fenton in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Rodolfo und Pinkerton in Puccinis "La Bohème" und "Madama Butterfly", Almaviva in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", Narraboth in Richard Strauss’ "Salome" (im Mai 1939 unter der musikalischen Leitung des Komponisten), Wilhelm Meister in Thomas’ "Mignon", Macduff in Verdis "Macbeth", Loge in →Richard Wagners "Das Rheingold" und Hüon von Bordeaux in Webers "Oberon". In der Uraufführung von →Paul Hindemiths "Mathis der Maler" (28.5.1938) sang B. den Wolfgang Capito. 1938/39 gastierte er am →Stadttheater Basel als Duca di Mantova in Verdis "Rigoletto". Bis 1943/44 trat er weiterhin gelegentlich am Stadttheater Zürich auf. 1947 Übersiedlung in die USA. Bis 1950 Tätigkeit als Konzertsänger. Wirkte dann als Kantor der Israelitischen Gemeinden von Cleveland, Ohio (1950–60) und Detroit (1960–80).



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Simons Bermanis, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 169.