Stefan Saborowski

Aus Theaterlexikon
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* 13.10.1960 Döbeln (DDR, heute: D). Sohn des Schauspielers Wolf S. und der Sängerin Regine S.

Nach dem Abitur Ausbildung zum Giessereifacharbeiter, dann Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. 1982 wurde S. als Chorsänger und Puppenspieler ans Theater Wittenberg engagiert. Ab 1987 war er am Theater Nordhausen tätig, zunächst als Schauspieler, 1989–92 als Leiter des Schauspiels (ab 1990 unter der Intendanz von →Michael Schindhelm). 1992 wechselte er zusammen mit Schindhelm ans Theater Gera, das 1994 mit dem Theater in Altenburg fusionierte. Seit 1996 ist S. Ensemblemitglied am →Theater Basel, dort spielte er unter anderem in Inszenierungen von Matthias Brenner (1998 diverse Rollen in Charles Ludlams "Das Geheimnis der Irma Vep"), →Stefan Bachmann (2000 Erwin in der Schweizer Erstaufführung von Thomas Jonigks "Täter"), Nicolas Stemann (2000 Slick in Sartres "Die schmutzigen Hände") und →Barbara Frey (1999 diverse Rollen in Koltès’ "Roberto Zucco"). Daneben führte S. in Sommer-Freilichtproduktionen im Botanischen Garten Brüglingen bei Basel selbst Regie, beispielsweise inszenierte er 1988 Grabbes "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung". S. komponierte darüber hinaus Bühnenmusiken, unter anderem für Shakespeares "Was ihr wollt" und →Bertolt Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" an den Theatern in Nordhausen sowie Gera/Altenburg. S. schrieb überdies das Kindermusical "Peter Pan und Kapitän Hook", das 1999 am Harzer Bergtheater Thale uraufgeführt wurde. Mehrere Fernsehrollen.



Autor: Dominique Spirgi



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Spirgi, Dominique: Stefan Saborowski, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1549.

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