Stefania Kaluza

Aus Theaterlexikon
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* 15.4.1951 Katowice (PL).

Gesangsstudium in Breslau und Wien unter anderem bei Anton Dermota und Hans Hotter. Erste Partien schon während des Studiums an den Opernhäusern von Breslau und Warschau, dann jedoch Unterbruch der Bühnenkarriere aus familiären Gründen und Konzentration auf den Konzertgesang. Nach verschiedenen ersten Preisen bei Gesangswettbewerben, unter anderem dem grossen Belvedere-Wettbewerb in Wien, nahm K. 1984–87 ein Engagement am Landestheater Salzburg an, daneben sang sie als Gast in Barcelona, Lüttich, Brüssel, Versailles, an der Wiener Staatsoper und den Bregenzer Festspielen. 1989–94 Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, wo sie in den Verdi-Partien Amneris in "Aida", Eboli in "Don Carlos" und Ulrica in "Un ballo in maschera" bemerkenswerte Erfolge verzeichnete. Seit 1987 Ensemblemitglied am →Opernhaus Zürich, wo sie als Annina in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" und Isabella in Rossinis "L’Italiana in Algeri" debütierte. Es folgten unter anderem Pamela in Aubers "Fra Diavolo", Preziosilla in Verdis "La forza del destino", Dorabella in Mozarts "Così fan tutte", Frau Reich in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Rosina in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", Herodias in Richard Strauss’ "Salome", die Titelpartie in Massenets "Hérodiade", Adalgisa in Bellinis "Norma", Principessa in Puccinis "Suor Angelica", Jocasta in Strawinskys "Oedipus Rex", Sara in Donizettis "Roberto Devereux", Marchesa del Poggio in Verdis "Un giorno di regno", Venus in →Richard Wagners "Tannhäuser", Erda in dessen "Siegfried", Larina in Tschaikowskys "Eugen Onegin", Gräfin in dessen "Pique Dame", Agnese in Bellinis "Beatrice di Tenda". Gastspiele führten sie unter anderem ans →Theater Basel (1990 als Marina in Mussorgskys "Boris Godunow"), nach Toulouse, Frankfurt am Main, Triest, Genua, Catania, Warschau, Kopenhagen, Amsterdam, Bilbao und San Diego. Neben dem ausserordentlichen Stimmumfang und dem warmen Timbre überzeugt K. vor allem durch intensive Bühnenpräsenz. Europaweite Tätigkeit als Konzertsolistin. Vereinzelte Einspielungen auf Tonträger.



Autorin: Regina Senften



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Senften, Regina: Stefania Kaluza, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 959.

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