Steve Karier

Aus Theaterlexikon
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* 1.6.1961 Esch-sur-Alzette (L).

1982–84 Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, daneben erste Auftritte als Schauspieler in Luxemburg, wo ihn →Horst Statkus sah und an die →Basler Thea­ter verpflichtete, zu deren Ensemble K. 1984–88 gehörte (dort unter anderem: Derwisch in Lessings "Nathan der Weise", Regie: →Mark Zurmühle; Catt/Offizier/Kleist in Heiner Müllers "Leben Gundlings Friedrich von Preussen Lessings Schlaf Traum Schrei", Regie: →Volker Hesse; Vince in Paul Slabolespszys "Aikona, Boss", Regie: Jürgen Kruse; Georg in der deutschsprachigen Erstaufführung von Noréns "Nacht, Mutter des Tages", Regie: Anna Badora; Molvik in Ibsens «Die Wild­ente»; Eduard Rainer in Schnitzlers "Der Ruf des Lebens", Regie: Horst Siede; Titelrolle in Molnárs "Liliom", Regie: →Heinz Trixner; Joey in Pinters "Die Heimkehr", Regie: Kruse). Daneben als Gast am Theater am Turm in Frankfurt am Main und in Luxemburg. 1988–96 spielte K. unter der Direktion von Statkus als Gast am →Stadttheater Luzern (unter anderem: Tobias Rülps in Shakespeares "Was ihr wollt", Regie: Statkus; Spalding Gray im Monodrama "Schwimmen nach Kambodscha" nach einem Text von Spalding Gray; Adam in Kleists "Der zerbrochene Krug", Regie: Statkus; Cäsar Rupf in →Friedrich Dürrenmatts "Romulus der Grosse", Regie: Holger Schultze; Blumenverkäufer in der Schweizer Erstaufführung von Robert Schneiders Monodrama "Dreck", Regie: Alexander Kissler; Muley Hassan in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua", Regie: Statkus). Daneben wirkte er unter anderem in Köln, Frankfurt, Paris und Luxemburg. 1995–2000 Engagement am Schauspielhaus Bochum (Jason in Euripides’ "Medea", Regie: Kruse; Titelrolle in Heiner Müllers "Prometheus"; Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe", Regie: Kruse; Philippeau in Büchners "Dantons Tod", Regie: Leander Haußmann; Richard Phillips in Hans Henny Jahnns "Thomas Chatterton", Regie: Günther Gerstner; Ian in Sarah Kanes "Zerbombt", Regie: Uwe Dag Berlin; Valerio in Büchners "Leonce und Lena", Regie: Stefan Mayer), daneben weiterhin regelmässig in Luxemburg tätig. 2000 gastierte er am Brandenburger Theater als Krupp in der deutschsprachigen Erstaufführung von Yukio Mishimas "Mein Freund Hitler". 2000–01 war K. Direktor der Kulturfabrik in Esch-sur-Alzette, er selbst trat dort als Ian in Kanes "Zerbombt" auf. 2002 gastierte er am Landestheater Tübingen in der Titelrolle von Heiner Müllers "Philoktet". Diverse Film-, Fernseh- und zahlreiche Hörspielrollen.

Auszeichnungen

  • 1993 Auszeichnung als bester Schauspieler beim Nordrhein-westfälischen Theatertreffen.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Steve Karier, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 962.

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