Susanne-Marie Wrage

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* 12.9.1965 Freiburg im Breisgau (D).

1984 Abitur. 1985–87 Ausbildung in Tanz, Gesang, Schauspiel an der Schule für Bühnenkunst Berlin. 1987–89 Schauspielausbildung an der Fritz-Kirchhoff-Schule Berlin. 1989–90 Eleven-Engagement am Schillertheater Berlin (Betty Paris in Millers "Hexenjagd", Fleance in Shakespeares "Macbeth", Regie: →Katharina Thalbach). 1989–90 Studium Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin bei Heiner Müller und Yaak Karsunke. 1990–92 Engagement an den Städtischen Bühnen Wuppertal, wo sie Recha in Lessings "Nathan der Weise", la donna che canta in Marivaux’ "Das Spiel von Liebe und Zufall" und Rose von Sharon in Steinbecks "Früchte des Zorns" spielte. 1993–98 war W. unter der Direktion von →Volker Hesse und →Stephan Müller Ensemblemitglied am →Theater Neumarkt Zürich. Zu ihren wichtigsten Rollen gehörten dort Harper in Tony Kushners "Angels in America", Mechthild im Ensembleprojekt "In Sekten" (Regie beide: Hesse), Charlotte in Lars-Ole Walburg/→Stefan Bachmanns Fassung von Goethes "Wahlverwandtschaften" (Regie: Bachmann), Käthchen in Wilson/Borrough/Waits’ "The Black Rider" (Regie: Müller), Frau Wrage in der Uraufführung von →Urs Widmers "Top Dogs" (Regie: Hesse), Ingeborg Bachmann im Max-Frisch-Projekt "Die Vorgezeichneten" (Regie: →Jossi Wieler), Helena in Goethes "Faust II" (Regie: Müller) und die Titelrolle in Racines "Bérénice" (Regie: François-Michel Pesenti). 1998–2000 Ensemblemitglied des →Theaters Basel (unter anderem Marquise de Merteuil in Heiner Müllers "Quartett", Regie: →Werner Düggelin, elegante Dame in Koltès’ "Roberto Zucco", Regie: →Barbara Frey, Joan in George Gershwins "Strike up the Band (Cheese!)", Titania/Hippolyta in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Regie beide: Bachmann). Seit 2000 ist W. als freischaffende Schauspielerin und Regisseurin tätig. Sie inszenierte unter anderem am Theater Basel (2000 Colin Higgins’ "Harold und Maude" und 2002 die Schweizer Erstaufführung von Martin Crimps "Der Handel mit Clair") sowie am →Theater an der Winkelwiese Zürich (2001 die Uraufführung von Philippe Blasbands "Eine pornographische Beziehung" in der eigenen Übersetzung) und wirkte als Schauspielerin erneut am Theater Basel (unter anderem 2003 Titelrolle in Ibsens "Hedda Gabler", Regie: Müller). Seit 1992 zahlreiche Fernseh- und Filmrollen.

Auszeichnungen

  • 1992 Preis des Landes Nordrhein-Westfalen für Nachwuchsdarsteller,
  • 1999 Kunstpreis der Stadt Zürich (gemeinsam mit dem Ensemble und der Direktion des Theaters Neumarkt),
  • 2003 Prix Mademoiselle Ladubay für die Hauptrolle in Iain Diltheys Spielfilm "Das Verlangen" am Filmfestival Premiers Plans in Angers.

Literatur

  • Stumm, Reinhart: Vom Sitzen und Stehen. Ein Portrait der Schauspielerin S.-M. W. In: Theater heute 3/1999.


Autor: Ute Kröger



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Kröger, Ute: Susanne-Marie Wrage, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2121–2122, mit Abbildung auf S. 2122.

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