Tanz in Stücken

Aus Theaterlexikon
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Plattform für die Zürcher Tanzschaffenden, die 1989–97 von der Interessengemeinschaft Tanz Zürich (IGTZ) – anfangs in Koproduktion mit dem →Gemeinschaftszentrum Buchegg – organisiert wurde. Zunächst ging es darum, Aufführungsmöglichkeiten zu schaffen; 1990 und 1991 zeigten vor allem IGTZ-Mitglieder ihre neuen Stücke und Kurzchoreografien. 1992 arbeiteten Choreografen und Choreografinnen aus Basel, Bern und La Chaux-de-Fonds mit, sodass aus dem lokalen Forum ein kleines Festival wurde. 1993 gab es erstmals eine Art Wettbewerb, bei dem die Bewerberinnen und Bewerber zu einer Auftragskomposition tanzen mussten. Im Jahr darauf wurde die Aufgabe "Kostüm oder Objekt am Körper" gestellt und die Basis der Veranstalter erweitert. Unter dem Namen "Tanz in Stücken/Danses en pièces" kooperierte die IGTZ mit dem →Théâtre de l’Usine in Genf und der IG Tanz Basel, die schon 1991 ein eigenes Tanz-in-Stücken-Spektakel, genannt JETanZT, durchgeführt hatte. 1995 wurde die Zusammenarbeit mit anderen Städten und Organisationen nochmals erweitert. Die IGTZ arbeitete mit der Tanz Aktiven Plattform Bern, dem Théâtre de l’Usine in Genf und der Association vaudoise de danse contemporaine Lausanne zusammen und organisierte ein Austauschprojekt mit La Porta Barcelona. 1996 war das WUK Theater Wien der ausländische Partner. An zwei Abenden zeigten sechs in der Schweiz lebende Tanzschaffende ihre Werke, der dritte Abend war dem Gastland Österreich gewidmet. 1997 zeigten Tanzschaffende aus München, Lausanne, Genf, Basel, Bern, Luzern, Cavigliano und Zürich zwei Programme mit fünfzehn Ministücken. Der Zürcher Premiere folgte eine Tournee mit Auftritten in Bern, Genf, Basel und Verscio. Eine Auswahl gastierte in Nürnberg und München.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Tanz in Stücken, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1794–1795.