Theatervereinigung Muotathal, Muotathal SZ

Aus Theaterlexikon
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Amateurtheater, Sprechtheater ausschliesslich in lokalem Dialekt

Die T. wurde am 19.3.1949 durch Mitglieder des örtlichen Musikvereins, Turnvereins und des Kirchenchors gegründet. Seit mehreren Jahren bietet die T. während der Spielsaison, die von Oktober bis Dezember dauert, fast dreissig Aufführungen, die wegen des stets wachsenden Publikums aus der Region und der ganzen Schweiz bereits innert weniger Tage nach der Eröffnung des Vorverkaufs ausverkauft sind. Hauptbestandteil des Repertoires bildeten und bilden heitere Volksstücke. In den letzten Jahrzehnten wurden unter anderem 1987 Peter Läublis "Dr Räbbärg", 1989 Karl Wasers "Im Mühligrund", 1991 Josef Bruns "Z Gheimnis überem Gletschger", 1995 Bruns "Adelheid vom Burgerwald" und 1998 Bruns "Bärgprinzässin" sowie 1999 Läublis "Eis Unglück chunnd sältä ällei", 2000 die Adaption von Elmer Harris’ Melodram "Johnny Belinda" und 2001 Georg Ochsners "Z’ Chorber Lisäli" gespielt. Die Aufführungen finden in der St. Josefshalle statt, die der Muotathaler Pfarrer Thomas Fässler dem Kollegium "Maria Hilf" in Schwyz 1934 abgekauft hatte. Fässler musste bis 1949 für den Unterhalt der Halle selbst aufkommen, was seine finanziellen Möglichkeiten schliesslich überstieg. Die neu gegründete T. übernahm daraufhin das Gebäude und richtete es im Laufe der Jahre für ihre Bedürfnisse als Theatersaal (heute etwa 300 Plätze) ein. Die Spielstätte wurde früher auch von anderen Vereinen, der Schule und dem Kindergarten genutzt; seit 1972 dient sie in der theaterfreien Zeit als Kino. 1999 Umbau (neues Foyer). Verbandsmitglied: →ZSV.

Auszeichnungen

  • Preis "Muota-Stei" des Vereins "Zukunft Muotathal" zum fünfzigjährigen Bestehen der T.


Autor: Sigi Blarer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blaraer, Sigi: Theatervereinigung Muotathal, Muotathal SZ, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1891.