Theaterzirkus Wunderplunder, Bern BE

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Mitspielzirkus

Im Sommer 1986 startete der von vier Absolventen der Höheren Fachschule für Sozialarbeit gegründete, nach dem Vorbild des im Kanton Zürich beheimateten Circolino Pipistrello konzipierte T. seine erste Tournee. Seither zieht er von Mai bis Oktober mit einem eigenen Zirkuszelt durch verschiedene Schweizer Kantone. Die Mitwirkenden (jeweils acht bis zehn Personen) stammen aus verschiedenen Berufen, denen sie neben ihrer Theaterarbeit zum Teil nachgehen. Der T. wird von Schulen, Heimen und Ferienorganisationen eingeladen und bietet Kindern, Jugendlichen oder behinderten Menschen die Möglichkeit, eine Woche lang in die Zirkus- und Theaterwelt einzutauchen und das erarbeitete Programm in öffentlichen Vorstellungen zu präsentieren. Im Zentrum der Zirkuswochen stehen das gemeinsame Erleben und die Zusammenarbeit. Der T. finanziert sich durch Veranstalterbeiträge und Vorstellungseinnahmen, die rund drei Viertel des Budgets ausmachen, durch Beiträge des Vereins Wunderplunder, verschiedener Städte und Gemeinden, Stiftungen und Sponsoren. Seit der Tournee 1987 wird einmal wöchentlich eine Theaterproduktion der Mitglieder des T. gezeigt, so unter anderem 1989 "Heimat" (Regie und Bühnenbild: Manfred Liechti), 1994 "Die wilde Sophie" nach →Lukas Hartmann (Regie: →Christoph Haering), 2001 Suzan L. Zeders "Ozama von Oz" (Regie: Jost Krauer). Die Winterpause, die der T. in der Kulturfabrik Burgdorf verbringt, wird genutzt für Planung und Proben sowie Arbeiten an der Infrastruktur. Verbandsmitglied: →ASTEJ und →SADS.

Auszeichnungen

  • 1997 Kulturpreis des Kantons Bern.


Autorin: Pia Strickler



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Strickler, Pia: Theaterzirkus Wunderplunder, Bern BE, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1896–1897.