Theodor Wirz

Aus Theaterlexikon
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* 25.1.1883 Sarnen OW, † 1.11.1939 Luzern.

W. besuchte das Gymnasium in Sarnen und studierte in Bern, Zürich, Heidelberg und Freiburg im Breisgau Jurisprudenz. Anschliessend wirkte er als Advokat in Sarnen und Luzern. Zusammen mit →Oskar Eberle war er 1927 massgeblich an der Gründung der Gesellschaft für innerschweizerische Theaterkultur, der nachmaligen →SGTK, beteiligt und stand ihr 1927–30 als erster Präsident vor. W. trat auch als Autor von Komödien und Festspielen hervor. In seinem zeitgenössischen Lustspiel "Der Graben" (1923) wandte er sich der im Ersten Weltkrieg manifest gewordenen Differenz zwischen der Deutschschweiz und der Romandie zu. Ein historisches Thema – die Geschehnisse vor und während der Schlacht bei Sempach – behandelt das Volksstück "Der Heini von Uri" (1927). Weitere Bühnenwerke: "Cousine Bäbeli" (Lustspiel, 1925), "Der magische Kranz von Schnäderbach" (Posse, 1925), "En merkwürdige Fall" (Lustspiel, 1925), "Was das Augustfeuer erzählt" (Szene für Kinder, 1926), "Christian Schybi" (Schauspiel, 1937). Festspiele: "Festspiel zur I. Obwaldnerischen Kunst- und Gewerbe-Ausstellung in Sarnen" (1923), "Die Gründung des Stiftes Muri" (Festspiel zur 900-Jahr-Feier, Uraufführung Kollegium Sarnen 1927). W. veröffentlichte auch Erzählungen ("Der Turi", 1937).



Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Theodor Wirz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2112.

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