Thomas Tanner

Aus Theaterlexikon
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* 27.7.1947 Zürich, † 3.1.1997 Zürich. Sohn des Schauspielers →Fred T.

Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich. Ein Jahr lang Assessor am Bezirksgericht in Meilen, danach kurze Zeit als Barmann tätig. 1975–80 Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin; erste Filmarbeiten. Nach der Ausbildung Film- und Theaterregisseur sowie Autor von Drehbüchern und Hörspielen (1980 "Der letzte Tag des Norbert Plinius", 1987 "Harrisburg"). Inszenierungen an den Städtischen Bühnen Dortmund (unter anderem 1982 Heinar Kipphardts "In der Sache J. Robert Oppenheimer") und im Keller des →Schauspielhauses Zürich (1983 in einer eigenen Mundartbearbeitung Albees "Zoogeschichte", 1984 Gert Heidenreichs "Der Wetterpilot" mit →Dietmar Schönherr). 1986 Rückkehr aus Berlin nach Zürich, dort weitere Theaterinszenierungen: Enzo Cormans "Morgen, flieg" (Fussballstadion Hardturm, 1987), Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf …?"(→Theater am Neumarkt, 1991), Marsha Normans "Nacht, Mutter" (→Theater am Hechtplatz, 1996, mit →Jessica Früh und →Barbara-Magdalena Ahren). T.s Schwerpunkt lag aber weiterhin bei Film und Fernsehen: Er drehte Dokumentarfilme, einzelne Folgen von Fernsehserien und Spielfilme ("Blue Mountain", 1996).



Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Thomas Tanner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1793.

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