Tino Bertrand

Aus Theaterlexikon
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* 26.7.1903 Bellinzona TI, † 29.11.1984 Lugano TI.

Gesangsstudium in Mailand bei Gino Tessari. 1938–81 am →Stadttheater Bern, Bern BE, bis 1971 als festes Ensemblemitglied, danach als ständiger Gast. Zunächst als Chor-Bassist, zeitweilig auch als Regieassistent im Musiktheater tätig, übernahm B. in über 300 Produktionen in Oper, Operette und Schauspiel meist kleine Charakterrollen. Im Musiktheater trat er beispielsweise auf als zweiter Gefangener in Beethovens "Fidelio", Notaro in Donizettis "Don Pasquale", Bogdanowitsch in Lehárs "Die lustige Witwe", Antonio in Mozarts "Le nozze di Figaro" und zweiter Geharnischter in dessen "Zauberflöte", Commissario Imperiale in Puccinis "Madama Butterfly", alter Diener in Richard Strauss’ "Elektra" und Hans Foltz in →Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg". Im Schauspiel verkörperte er unter anderem 1947 Bernardo und 1973 Voltimand in Shakespeares "Hamlet", 1962 Schnauz in dessen "Sommernachtstraum", 1947 den Zauberer Mystifax in Nestroys "Der böse Geist Lumpazivagabundus", 1957 und 1975 den Henker in Büchners "Dantons Tod", 1968 den Kammerdiener des Präsidenten in Schillers "Kabale und Liebe" sowie 1969 den Bahnhofsvorstand in →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame". Zudem trat er in zahlreichen Kinderstücken auf. Mehrere Rollen in Schweizer Filmen, so etwa 1970 in →Kurt Frühs "Dällebach Kari" und 1978 in →Rolf Lyssys "Die Schweizermacher".



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Tino Bertrand, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 185.

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