Traugott Vogel

Aus Theaterlexikon
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* 27.2.1894 Zürich, † 31.1.1975 Zürich.

Aufgewachsen in Zürich, ergriff V. nach der Matura und Studien in Zürich, Genf und Berlin den Lehrerberuf. Bis 1956 arbeitete er während vierzig Jahren an Primarschulen in Zürich und Umgebung, was sein schriftstellerisches Schaffen prägte. Es besteht neben Romanen und Erzählungen für Erwachsene aus einer Reihe von Jugendbüchern (teilweise von V. selbst illustriert), Schul- und Marionettenspielen. Davon sind einige in Mundart verfasst, für deren Pflege sich V. als Herausgeber gesammelter Dialekttexte engagierte. V.s Bedeutung liegt nicht zuletzt in der Unterstützung und Förderung anderer Autoren (unter anderen →Albert Ehrismann, Ludwig Hohl, Lisa Tetzner und Albin Zollinger). Mit seiner 1950–64 herausgegebenen Schriftenreihe "Der Bogen" stellte V. dem literarischen Nachwuchs zudem ein Forum zur Verfügung. Seine dramatischen Texte sind für das Volks- und Jugendtheater geschrieben. Bühnenwerke: "Dokter Schlimmfürguet" (1922), "Kuhhandel", "Der gestiefelte Kater" (beide: 1935), "De Tittitolg" (Uraufführung 1939, Schweizerische Landesausstellung Zürich), "Wachsendes Glück", «De Schnyder­traum» (beide: 1939), "Geld und Blut" (1941), "D’Sunestraale", "Ein Segenstag", "Gespräch am Abend" (alle: 1946), "Wackerbold" (1950), "Die erste Sprosse" (1952), "S Glöggli vo Bethlehem" (1956) und "Ring und Silberdolch" (1957). Ausserdem verfasste er Puppenspiele, unter anderem "Der gestiefelte Kater" (1935) und "Zirkus Juhu oder Tiermensch und Menschentier" (1928) für das →Schweizerische Marionettentheater im Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich. 1975 erschien V.s Autobiografie "Leben und Schreiben".

Auszeichnungen

  • 1948 Literaturpreis der Stadt Zürich,
  • 1949 Jugendbuchpreis des Schweizerischen Lehrer- und Lehrerinnenvereins.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Traugott Vogel, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2018.

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