Trudy Hadorn

Aus Theaterlexikon
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* 4.4.1911 Zürich, † 1.7.1982 Zürich, auch Trudi H.

Ausbildung zur Tänzerin ab 1927 am →Stadttheater Zürich; hier auch erstes Engagement 1928–32 als Elevin und 1932–45 als Tänzerin. Ab 1937 Solovertrag, gestaltete aber schon früher Hauptrollen, so 1934 die Mumie in "Das Wandbild" (Libretto: Ferruccio Busoni, Musik: →Othmar Schoeck, Inszenierung: →Hans Zimmermann) und 1936 die Lieblingssklavin in "Josephslegende" (Choreografie: →Pia und →Pino Mlakar, Musik: Richard Strauss). Sie tanzte wichtige Rollen in Choreografien von →Hans Macke, zum Beispiel 1940 und 1944 die Ballerina in "Petruschka" und 1941 die Prinzessin in "Der Feuervogel" (Musik: jeweils Strawinsky) sowie 1942 Lyceion in "Daphnis und Chloë"(Musik: Ravel), galt aber als typische Interpretin von →Heinz Rosen. Mit ihm ging sie auch mit eigenen Tanzprogrammen auf Tourneen, so 1943 mit "Tänze und Gestalten". 1945 folgte H. ihm schliesslich ans →Stadttheater Basel. Dort war sie erste Solistin und tanzte bis 1951 die führenden Rollen in seinen Werken. Danach vorwiegend pä­dagogisch tätig: bis 1955 an der Theatertanzschule in Basel und bis zu ihrem Tod an der "Ecole de danse" von →Helmut Vetter in Zürich.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Trudy Hadorn, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 781.

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