Ulrich Furrer

Aus Theaterlexikon
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* 1.4.1942 Bern. Sohn des Komponisten und Dirigenten →Walter F. und der Sängerin und Klavierlehrerin Liane F.

Ab 1953 Klavier- und Kompositionsunterricht bei seinen Eltern, ab 1958 Orgelunterricht bei Heinrich Gurtner. 1962 Klavier- und Orgeldiplom. 1962/63 Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Hans Müller-Kray (Dirigieren) und Henk Badings (Komposition). 1964–71 an den Vereinigten Bühnen Graz zunächst als Korrepetitor, ab 1965 auch als Kapellmeister und ab 1970 als zweiter Kapellmeister. 1971–73 am Stadttheater Aachen als Kapellmeister und Solorepetitor, ab 1972 als erster Kapellmeister (unter anderem Kálmáns "Die Csárdásfürstin", Donizettis "Don Pasquale", Puccinis "Madama Butterfly", Verdis "Il Trovatore" und →Richard Wagners "Tannhäuser"). 1973–78 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart als Kapellmeister (unter anderem Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Humperdincks "Hänsel und Gretel" und Puccinis "Tosca") sowie 1978–84 an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover als zweiter Kapellmeister. Dort dirigierte F. unter anderem im Ballett "Romeo und Julia" von Prokofjew und "Coppélia" von Delibes, in der Oper d’Alberts "Tiefland", Smetanas "Die verkaufte Braut", Verdis "La Traviata", "Rigoletto" und "Un ballo in maschera", Puccinis "La Bohème" und "Tosca", Mozarts "Le nozze di Figaro" und "Così fan tutte" sowie 1980 die Uraufführung von Hans-Joachim Hespos’ "Spot" zusammen mit der deutschsprachigen Erstaufführung von John Taveners "Fluch" ("A Gentle Spirit") in einer Studio-Produktion. Seit 1984 ist F. musikalischer Leiter der Opernschule an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau. In diesem Rahmen dirigierte F. die Uraufführungen von Hans Peter Müller-Kielings "Der unvermeidliche Tod der Gräfin de Savigny" (1992) und "Gardez la Dame!"sowie von Otfried Büsings "Picknick im Felde" (beide 1997). F. ist Autor der Handbücher "Der Korrepetitor. Ein Handbuch über die musikalische Arbeit mit Sängern für Oper und Konzert" (1992) und "Der Operndirigent" (2002).



Autorin: Nina Debrunner



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Debrunner, Nina: Furrer, Ulrich, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 662.

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