Ulrich S. Eggimann

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* 21.4.1958 Bern.

Nach dem Lehrerseminar Gesangsausbildung bei Heinrich von Bergen und Takao Nakazawa in Bern sowie bei →Rudolf A. Hartmann und Peter Rasky (dramatischer Unterricht) am Konservatorium Zürich, wo er seine Studien 1987 mit dem Operndiplom abschloss. E.s erste Opernpartie war 1987 die Titelrolle in der Uraufführung von →Jost Meiers "Der Zoobär" am Konservatorium Zürich (Regie: Peter Rasky, musikalische Leitung: Meier). Ab 1987/88 hatte E., der über einen klangvollen Bass-Bariton verfügt, zahlreiche Stückverträge am →Musiktheater der Orchestergesellschaft Biel/Ensemble Theater der Regionen Biel-Solothurn/→Theater Biel Solothurn: Titelrolle in Donizettis "Don Pasquale", Henry Higgins in Loewes "My Fair Lady", Sancho Pansa in Massenets "Don Quichotte", die Mozart-Partien Don Alfonso in "Così fan tutte", Leporello in "Don Giovanni", Figaro in "Le nozze di Figaro" und Papageno in "Die Zauberflöte", Schaunard in Puccinis "La Bohème", Ramiro in Ravels "L’Heure espagnole", Figaro in Rossinis "Il barbiere di Siviglia" und Dandini in dessen "Cenerentola", Eisenstein und Dr. Falke in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Pfarrer in →Heinrich Sutermeisters "Die schwarze Spinne" und Sparbüchsenbill in →Bertolt Brecht/Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny". E. war in Biel ausserdem an den Uraufführungen von →Martin Derungs’ "Anna Göldi" (1991 als Dr. Tschudi, Regie: →Martin Markun, musikalische Leitung: →Daniel Kleiner) und Jost Meiers "Pilger und Fuchs" (1995 als Fuchs, Regie: Markun, musikalische Leitung: Meier) beteiligt. Gastverpflichtungen führten E. zum Opernfestival in Avenches, ans →Theater Basel, Basel BS (1988 Vater in der Uraufführung von Ingomar Grünauers "Die Mutter", Regie: →Erich Holliger, musikalische Leitung: →Jürg Henneberger), →Stadttheater Bern, Bern BE (1988 Antonio in Mozarts "Le nozze di Figaro"), Landestheater Linz (2000/01 Don Pasquale), an die Bühnen der Hansestadt Lübeck (1995/96 Leporello) und ans →Opernhaus Zürich, Zürich ZH (1990 zweiter Schneidergeselle in der konzertanten Aufführung von Zemlinskys "Kleider machen Leute"). Dem Sprechtheater ist E., der über eine grosse darstellerische Begabung verfügt, seit Anfang der neunziger Jahre als Regisseur der →Emmentaler Liebhaberbühne verbunden, wo er unter anderem berndeutsche Fassungen von Hans Henny Jahnns "Armut, Reichtum, Mensch und Tier", Gogols "Die Heirat" (beide 1995 in Koregie mit →Rudolf Stalder), →Jeremias Gotthelfs "Anne Bäbi Jowäger" (1997), Nestroys "Einen Jux will er sich machen" (1998), Gorkis "Die Kleinbürger" (1999) und Lessings "Nathan der Weise" (2001) inszenierte. E. verfolgt zudem eine intensive Tätigkeit als Konzert- und Liedersänger und wirkt auch als Gesangspädagoge in Bern.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Ulrich S. Eggimann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 518–519.

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