Urs Hefti

Aus Theaterlexikon
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* 20.7.1944 Klosters GR.

1963–65 besuchte H. das →Bühnenstudio Zürich, 1965 verliess er die Schule und studierte bei →Ellen Widmann Schauspiel. 1969/70 setzte H. sein Studium in Paris an der Ecole de mimes bei Etienne Decroux fort. Engagements 1972–76 am Landestheater Tübingen (unter anderem Brandstifter in Hauptmanns "Der rote Hahn" und Thersites/Pandarus in Shakespeares "Troilus und Cressida"), 1976–79 an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (unter anderem Schüler/Baccalaureus in Goethes "Faust", Regie: Claus Peymann). Zusammen mit Peymann wechselte H. 1979 zunächst ans Schauspielhaus Bochum (Titelrolle in Goethes "Clavigo", Andres in Büchners "Woyzeck" und Jepichódow in Tschechows "Der Kirschgarten", Regie jeweils: Manfred Karge/→Matthias Langhoff; Ventidius in Kleists "Die Herrmannsschlacht", Regie: Peymann; Derwisch in Lessings "Nathan der Weise"), 1986 ans Burgtheater Wien (alter Gobbo in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", Regie: Peter Zadek; Titelrolle in Karges "Lieber Niembsch"; diverse Rollen in Taboris "Goldberg-Variationen", Regie: Tabori). 1993–95 war H. am Berliner Ensemble engagiert (Wahrsager in Shakespeares "Antonius und Cleopatra" und Penner in Zadek/de Sicas "Das Wunder von Mailand", Regie jeweils: Zadek; Ekart in →Bertolt Brechts "Baal"), 1995 gastierte er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1995 kehrte H. ans Burgtheater zurück und spielte abermals die Rolle des Jepichódow (Regie: Zadek), Michael Crohane in George O’Darkneys "Die Blinden von Kilcrobally" (Regie: →Uwe Eric Laufenberg) und 1999 einen Berichterstatter in der Uraufführung von Handkes "Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg". Seit 1993 wirkte H. mehrmals bei den Salzburger Festspielen mit (unter anderem als armer Nachbar beziehungsweise Spielansager in Hofmannsthals "Jedermann"); 1999 spielte er bei den Festspielen Reichenau die Titelrolle in Nestroys "Lumpazivagabundus".



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Urs Hefti, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 910.

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