Urs Jenny

Aus Theaterlexikon
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* 26.4.1938 Essen (D).

Aufgewachsen im solothurnischen Gerlafingen. Nach der Matura in Solothurn ab 1958 Studium der Germanistik, Romanistik und Theatergeschichte hauptsächlich in München (ohne Abschluss). 1964–69 Theater-, Film- und Literaturkritiker bei der "Süddeutschen Zeitung" (München). Daneben Beiträge für die Kulturzeitschrift "Du" (Zürich), für "Theater heute" (Berlin) und "Die Weltwoche" (Zürich). 1970–72 unter der Intendanz Helmut Henrichs Chefdramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel München. 1972–79 unter der Intendanz Ivan Nagels Chefdramaturg am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg: 1977 Mitarbeit beim "Karl-Valentin-Spektakel: Zwangsvorstellungen"; 1979 (gemeinsam mit Arie Zinger) Neubearbeitung von An-Skis Legendenspiel "Der Dybuk". Seit 1979 ist J. Mitglied der Redaktion des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (Hamburg). J. verfasste ausserdem die Dramen "Julius oder Eier, die die Welt bedeuten" (1960), "Narrentragödie" (1960) und 1962 für das Ulmer Theater "Drei blaue Augen", ein Stück "ohne festen Ablauf". Ferner schrieb er die Hörspiele "Eine traurige Geschichte" (Radio Zürich, 1963) und "Die Schwierigkeiten" (Schweizer Radio DRS 2, 1967). 1965 erschien in der Reihe "Friedrichs Dramatiker des Welttheaters" seine Werkmonografie "Dürrenmatt". Hugh Kenners Monografie "Samuel Beckett. Eine kritische Studie" (1965) wurde von ihm übersetzt.



Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Urs Jenny, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 927.

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