Urs Markus

Aus Theaterlexikon
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* 29.9.1941 Villmergen AG, eigentlich Urs Markus Bürgisser.

Gesangsausbildung zum Bassisten in Zug sowie am Konservatorium und am →Internationalen Opernstudio in Zürich. Nach weiteren Studien 1978–81 in Mailand bei Wladimiro Badiali und Angelo Lo Forese sowie in Freiburg bei Tiny Westendorp Fachwechsel zum Kavaliers- und Heldenbariton. Engagements als Bass 1969/70 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (unter anderem Leporello in Mozarts "Don Giovanni") sowie als Bariton 1983–86 am Theater der Stadt Trier, 1986–88 am Staatstheater Braunschweig und 1988–94 am Nationaltheater Mannheim. Seine wichtigsten Aufgaben in diesen Jahren waren unter anderem: Sebastiano in d’Alberts "Tiefland", Mr. Gedge in Brittens "Albert Herring" und Mr. Flint in dessen "Billy Budd", Enoch Arden in Ottmar Gersters gleichnamiger Oper, Agamemnon in Glucks "Iphigénie en Aulide", die Titelpartie in Volker David Kirchners "Belshazar", Lescaut in Massenets "Manon", die Titelpartie in Mozarts "Don Giovanni" und Conte Almaviva in dessen "Le nozze di Figaro", die Titelpartie in Puccinis "Gianni Schicchi" und Michele in dessen "Il tabarro", Figaro in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", Musiklehrer in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos" und Jochanaan in dessen "Salome", die Titelpartie in Tschaikowskys "Eugen Onegin", die Verdi-Partien Amonasro in "Aida", Marchese di Posa in "Don Carlo" und Iago in "Otello" sowie Wolfram von Eschenbach in →Richard Wagners "Tannhäuser". Seit 1994 Gastverpflichtungen in Antwerpen (Hans Sachs in Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg"), Bologna (Escamillo in Bizets "Carmen"), Bremerhaven (Titelpartie in Verdis "Falstaff"), an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (Don Pizarro in Beethovens "Fidelio" und Telramund in Wagners "Lohengrin"), an der Hamburgischen Staatsoper (Kurwenal in Wagners "Tristan und Isolde"), in Hannover (Statthalter in der Urfassung von Henzes "König Hirsch"), bei den Opernfestspielen Heidenheim (Scarpia in Puccinis "Tosca"), in Kiel (Amfortas in Wagners "Parsifal"), Köln (Titelpartie in Verdis "Macbeth"), Lübeck, an der Mailänder Scala (Orest in Richard Strauss’ "Elektra"), in Mannheim, Nancy, am Teatro dell’Opera Rom (Titelpartie in Wagners "Der fliegende Holländer"), in Strassburg, Triest (Kurwenal sowie Wotan in Wagners "Die Walküre"), Wiesbaden (Gunther in Wagners "Götterdämmerung") und Wuppertal. In der Berliner Philharmonie sang M. in einer konzertanten Aufführung von Verdis "Attila" die Partie des Ezio. Zu Beginn der Saison 1997/98 wirkte er als Hans Sachs bei der Eröffnung des wiederaufgebauten Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg mit. Diesem Haus ist er seither als ständiger Gast verbunden (unter anderem Filippo II in Verdis "Don Carlo"). M. tritt auch als Konzertsänger in Erscheinung.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Urs Markus, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1184.

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