Urs Steiner

Aus Theaterlexikon
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* 14.6.1955 Luzern.

Sekundarlehrerstudium. 1980–84 Ausbildung zum Theaterpädagogen und Regisseur an der →Schauspiel-Akademie Zürich. 1982 Auftritt am →Stadttheater Luzern in der Uraufführung von Roland Humair/Emanuel Müllers "Stausee I."und Jakob Muffs "Stausee II.". Dann als Regisseur und zum Teil als Autor für Jugendtheaterproduktionen. 1986 Regie am →Basler Jugendtheater in der Ensembleproduktion "Sturzflug". 1986 Gründung der Theatergruppe "ecco RONDO" in Luzern. Für diese aus Jugendlichen bestehende Gruppe erstellte S. schweizerdeutsche Textfassungen und führte Regie, unter anderem für Ionescos "Die Nashörner" (1986), "Elektra" (1988) und Ibsens "Peer Gynt" (1990). 1990–91 Kunststipendium der DDR für einen Gastaufenthalt an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Dann bei freien Theatergruppen tätig, beispielsweise beim Theater Forum Luzern Regie für "Hölderlin" (1992) und "Stufen – eine Hommage an Hermann Hesse" (1998) sowie Text und Regie für "Berufung, ein aussergewöhnlicher Abend im Schulhaus" (1998), "Philosophie der Liebe" (1999), "Tucholsky" (2000), "Zweig für Tucholsky" und "Nana" (beide 2002). Ausserdem beim →Theater ond-drom in Luzern: Dramaturgie in der Ensembleproduktion "Euse Muni – ein Familienstück" (1997) und Inszenierung der Uraufführung von →Paul Steinmanns "Sand auf der Zunge" (1999). Arbeit als Theaterpädagoge und Regisseur an verschiedenen Schulen, unter anderem seit 1993 bei der Theaterkompanie des Kaufmännischen Vereins Basel. Dort Theaterproduktionen mit Auszubildenden, zum Beispiel 1998 "Romeo und Julia". Auch Regie für Amateurtheater, beispielsweise bei der →Theatergesellschaft Malters Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald" (1988), "In 80 Tagen um sich selbst" (1996, von S. nach dem Roman von Jules Verne und den Stückbearbeitungen von Pavel Kohout und →Andrej Togni verfasst) sowie Ayckbourns "Glückliche Zeiten" (2001). Zudem bei der Aemtler Bühne in Affoltern am Albis Inszenierung von Molières "Der Menschenfeind" (1993) und Ayckbourns "Glücklichi Ziite" (1998) sowie bei den →Freunden des Volkstheaters Wädenswil Schweizer Dialektbearbeitung und Inszenierung von Ayckbourns "Einer für alles" (1998).

Auszeichnungen

  • 1998 Werkpreis des Kantons und der Stadt Luzern,
  • 2000 Anerkennungspreis der Stadt Luzern.


Autor: Peter Arnold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Arnold, Peter: Urs Steiner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1750.

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