Ursula Kasics

Aus Theaterlexikon
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* 19.1.1926 Bunzlau (Boleslawiec, heute: PL). ∞ 1951 →Tibor K., Komponist. Mutter des Filmautors und -regisseurs Kaspar K.

1945–48 Ausbildung zur Tänzerin und Tanzpädagogin an der Palucca-Schule in Dresden. 1948–49 unter ihrem Mädchennamen Ursula Krause Lehrerin für modernen Tanz und tänzerische Gymnastik an der Folkwangschule in Essen, ebenfalls Mitglied der Folkwang Tanzgruppe. 1949–52 am →Stadttheater Bern. 1954 eröffnet K. ihr eigenes Tanz- und Gymnastikstudio in Zürich, seit 1964 – mit dem Beginn der Ausbildung von Pädagoginnen – umbenannt in Berufsschule für Tanz und Gymnastik. Ihr Unterricht wurde wesentlich durch die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit →Rosalia Chladek geprägt. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Berufsverband für Tanz und Gymnastik (→SBTG), dessen Präsidentin sie 1974–89 war, erarbeitete sie Richtlinien für die professionelle Ausbildung von Gymnastiklehrerinnen und unternahm beim Bund zahlreiche Vorstösse für die Verbesserung der beruflichen Situation der Tänzerinnen und Tänzer in der Schweiz. 1974–88 verantwortlich für die Sommerkurse des SBTG in Zürich und Rapperswil mit internationalen Lehrkräften. Gastkurse im In- und Ausland. K. veranstaltete 1994 in Zürich die Fotoausstellung "Rosalia Chladek". Mitherausgeberin von "Bewegungen. Tanz und Gymnastik in der Schweiz 1939–1989. Dokumentation zum 50jährigen Bestehen des SBTG" (1989).

Auszeichnungen

  • 1989 Auszeichnung für kulturelle Verdienste der Stadt Zürich.

Literatur

  • "Seit Jahren ist sie Schweizerin". In: Dresdner Neueste Nachrichten 16./17.10.1993.


Autor: Richard Merz



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Merz, Richard: Ursula Kasics, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 967.

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