Vera Pasztor

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1924 Budapest (H).

Ausbildung an der Ballettschule der Ungarischen Staatsoper. Erstes Engagement 1939 an der Staatsoper Budapest, ab 1948 mit Solovertrag. 1956 Emigration. 1956/57 als Solistin und Choreografin am →Stadttheater Zürich, interpretierte P. Margarethe in Werner Egks "Abraxas" (Choreografie: Erwin Hansen) und choreografierte zusammen mit Ernö Vashegyi "Le Prisme", ein abstraktes Ballett von →Nico Kaufmann, sowie Bartóks "Der wunderbare Mandarin", in dem P. auch das Mädchen tanzte. 1957 am Empire State Music Festival in New York, 1958 Danseuse Etoile bei →Janine Charrats Ballet de France, 1959/60 am Het Nationale Ballet Amsterdam. 1960 Eröffnung des Studios Vera Pasztor in Zürich und 1969 Gründung des Zürcher Kinderballett Theaters. P. wollte über die Disziplin und Körperschulung durch den klassischen Tanz hinaus die musische Begabung fördern und durch anspruchsvolle Vorstellungen die Ausdrucksfreude der Kinder entfalten und ihr Verständnis für Theater und Musik wecken. So adaptierte sie "Der Nussknacker" (Musik: Tschaikowsky), "Coppélia" (Musik: Delibes) sowie "Cinderella" (Musik: Prokofjew) und choreografierte "Pinocchio" (Musik: Schostakowitsch), "Der blaue Vogel" nach Maurice Maeterlinck (Musik: Ravel) sowie "Der Zauberer von Oz" (Musik: Prokofjew). 1994 übergab sie die Schule und das Kinderballett Theater an Eliane Benz und lebt seither wieder in Ungarn.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Vera Pasztor, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1383.

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