Vera Schlosser

Aus Theaterlexikon
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* 25.7.1929 Karlsbad (Karlovy Vary, heute: CZ). ∞ →Hans-Joachim Frick, Sänger und Schauspieler.

Gesangsstudien seit 1946 in Regensburg, München und Wiesbaden. Engagements 1947–53 am Stadttheater Regensburg, 1953–57 am Staatstheater Wiesbaden, 1957–69 am Stadttheater/→Opernhaus Zürich. S. gehörte unter den Direktionen von →Karl-Heinz Krahl, →Herbert Graf und →Hermann Juch zu den Lieblingen des Zürcher Publikums. Die Breite ihres Repertoires reichte von Partien für lyrischen Koloratursopran bis zu jugendlich-dramatischen Rollen. Ihr Zürcher Debüt gab sie – noch als Gast – in der Saison 1954/55 als Pamina in Mozarts "Die Zauberflöte". Später sang sie dort die Mozart-Partien Fiordiligi in "Così fan tutte", Donna Elvira in "Don Giovanni" sowie Susanna und Contessa in "Le nozze di Figaro". Weitere wichtige Aufgaben in Zürich waren Marguerite in Gounods "Faust", die Titelpartien in Janáčeks "Jenufa" und Massenets "Manon", die Puccini-Partien Mimì in "La Bohème", Cio-Cio San in "Madama Butterfly", Manon in "Manon Lescaut" und Liù in "Turandot", Komponist beziehungsweise Chrysothemis in den Richard-Strauss-Opern "Ariadne auf Naxos" und "Elektra" sowie Julia in →Heinrich Sutermeisters "Romeo und Julia" und Ann Trulove in Strawinskys "The Rake’s Progress". In der Schweizer Erstaufführung von Händels "Deidamia" sang S. die Titelrolle (1959, Regie: Krahl, musikalische Leitung: →Nello Santi). Gastspiele führten sie unter anderem nach Italien (Bologna, Scala in Mailand, Rom) und Deutschland (Hamburgische Staatsoper, Staats­oper München, Stuttgart). 1969/70 gab S. an den →Basler Theatern als Elsa von Brabant in →Richard Wagners "Lohengrin" ihren Abschied von der Bühne. Gesangspädagogische Tätigkeit.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Vera Schlosser, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1612.

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