Victor Reinshagen

Aus Theaterlexikon
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* 22.5.1908 Riga (LV), † 14.11.1992 Zürich.

Kam sechsjährig nach Zürich, wo er nach der Schule die Musikakademie besuchte, weitere Ausbildung an der Hochschule für Musik in Berlin. 1927 erstes Engagement als Chordirektor und zweiter Dirigent am →Städtebundtheater Biel-Solothurn. Nach einem Gastdirigat von →Richard Wagners "Der fliegende Holländer" (1928) ab 1929 bis zu seiner Pensionierung 1973 Dirigent am Stadttheater/→Opernhaus Zürich, 1942–55 als leitender Kapellmeister. Dort dirigierte er unter anderem 1946 die Uraufführung von →Heinrich Sutermeisters "Niobe", 1952 die Uraufführung der Neufassung von →Paul Hindemiths "Cardillac", 1953 die Schweizer Erstaufführung von →Arthur Honeggers "Die Abenteuer des Königs Pausole" und 1955 die Uraufführung von →Armin Schiblers "Die Füsse im Feuer" sowie die deutschsprachigen Erstaufführungen von Gershwins "Porgy und Bess" (1945) und Strawinskys "The Rake’s Progress" (1951). 1935–38 und ab 1950 auch Dirigent des Radioorchesters Beromünster. Seit 1950 ständiger Gastdirigent an der Staatsoper München, 1963–68 an der Opéra Marseille. 1968–73 Direktor des künstlerischen Betriebsbüros an der Hamburgischen Staatsoper. R. komponierte drei Operetten, die alle am Stadttheater Zürich unter seinem Dirigat uraufgeführt wurden: "Grete im Glück" (7.11.1936, Regie: Carl Goldner), "Tanz um Daisy" (31.12.1938, Regie: →Walter Felsenstein) und "Der geliebte Dieb" (29.4.1940, Regie: →Fritz Schulz).

Nachlass

  • Teilnachlass in der Zentralbibliothek Zürich.


Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Victor Reinshagen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1476–1477.

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