Viktor Giacobbo

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* 6.2.1952 Winterthur ZH.

Zunächst Lehre als Schriftsetzer, danach Korrektor, Lektor und Mediendokumentalist. 1979–86 Autor und Darsteller bei der Rock-Cabaret-Gruppe Stuzzicadenti. 1984/85 Mitwirkung bei →Zampanoo’s Variété (Darsteller und Autor bei der Produktion "Im Jahr der Ratten"), ab 1985 bei der Komikertruppe "Haruls Top Service". G. verfasste Kolumnen und satirische Beiträge für diverse Zeitungen und Zeitschriften. 1987–90 war er als Autor und Darsteller von satirischen Beiträgen in der Sendung "Medienkritik" erstmals im Schweizer Fernsehen DRS zu sehen. Bekannt wurde er als Moderator und Koautor (zusammen mit →Markus Köbeli) der erfolgreichen Satiresendung "Viktors Spätprogramm" im Schweizer Fernsehen DRS (1990–2002, bis 1995 unter dem Titel "Viktors Programm"). Für diese Sendung kreierte er von ihm verkörperte Figuren wie den Kiffer Freddy Hinz, Harry "Saletti" Hasler (einen dumm-dreisten, brustbehaarten, in weissem Cowboy-Lederoutfit auftretenden Playboy aus Zürich-Schwamendingen), die blonde Legasthenikerin Debbie Mötteli oder den englisch sprechenden Inder Rajiv, er parodierte auch Politiker wie etwa Ueli Maurer; häufige Sketch-Partner waren →Birgit Steinegger und →Walter Andreas Müller. Für Radio DRS arbeitet er seit 1991 als Autor und Darsteller bei der Sendung "Satiramisu". G. ist Autor der Theaterproduktion "Kunst und Schinken" (1990 →Theater im Teufelhof Basel, diverse Gastspiele in der Schweiz, mit G. und →Charlotte Heinimann) und des Theaterstücks "Usurpation. Ein groteskes Referat in einem Akt" (1993 Theater im Fass Schaffhausen, diverse Gastspiele in der Schweiz, Regie: →Christoph Haering, mit Heinimann). 1999 erwarb G. zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen (darunter →Gardi Hutter und →Patrick Frey) die sanierungsbedürftige Liegenschaft des Casinos Winterthur (→Stadttheater Winterthur), die 2002 als Spielstätte für Kabarett und Comedy eröffnet wurde. G. war ausserdem Koautor und Hauptdarsteller des Kinofilms "Ernstfall in Havanna" (2002, Regie: Sabine Boss). 1998 erschien eine Auswahl von G.s Kolumnen für die Zeitschrift "Facts" im Band "Spargel der Vergeltung".

Auszeichnungen

  • 1991 Salzburger Stier (zusammen mit Steinegger),
  • 1996 Preis der Schweizer Zeitschrift "Tele",
  • 1997 Prix Walo in der Sparte "Medienschaffende" und
  • 2000 erneut für "Viktors Spätprogramm" in der Sparte "Fernsehproduktionen".


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Viktor Giacobbo, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 703.

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