Walter Richard Ammann

Aus Theaterlexikon
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* 5.5.1888 Winterthur ZH, † 16.11.1953 Olten SO.

A. besuchte die Primarschule in Illnau und das Gymnasium in Basel. Er studierte anschliessend an der Universität Basel und an der Handelshochschule Lausanne Volkswirtschaft und begann für den "Basler Anzeiger" und die "Aargauer Nachrichten" als Journalist zu arbeiten. 1918–51 leitete er die Redaktion des "Oltener Tagblatts" und verschaffte – auch als Theaterkritiker – der liberalen Tageszeitung den Ruf eines Qualitätsmediums. Ab 1920 engagierte sich A. in der Volkstheaterbewegung und realisierte 1923–49 25 Inszenierungen für die Dramatische Gesellschaft Olten, darunter die Uraufführungen von Adrian von Arx’ "Der Helfer" (1930) und →Werner Johannes Guggenheims "Die Schweizergarde" (1934); selbst wirkte er oft als Schauspieler mit. Schriftstellerisch tätig wurde A. mit Reiseberichten, später schrieb er auch Festspiele und gegenwartsbezogene Stücke für das Berufstheater. Eine lange Freundschaft verband ihn mit →Cäsar von Arx, für den er sich als Kritiker unablässig einsetzte. Bühnenwerke: A. verfasste rund ein Dutzend Festspiele, an die zwanzig Schauspiele sowie weitere kleinere Stücke. Am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, Biel/Bienne BE / Solothurn SO wurden folgende Stücke uraufgeführt: "Martin Disteli" (28.2.1932), "Der Berg ruft" (26.10.1934), "Das alte Lied" (18.10.1941), "Akela" (24.2.1946), "Nordwand" (1950/51). A. präsidierte den →Zentralverband Schweizerischer Dramatischer Vereine und war Vorstandsmitglied der →Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur.

Literatur

  • Arnold, Armin (Hg.): Briefwechsel 1929–1949. Cäsar von Arx – W. R. A., 1985 [mit Bibliografie].


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Walter Richard Ammann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 47-48.

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