Werner Kraut

Aus Theaterlexikon
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* 13.9.1911 Zürich, † 12.11.1978 Wien (A).

Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Ab 1930 Engagements als Schauspieler an den Städtischen Bühnen Essen, 1935/36 am →Stadttheater Luzern, dann in Reichenberg und am Deutschen Theater Prag, 1938/39 Schauspieler am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem Ajax in Shakespeares "Troilus und Cressida", Regie: →Oskar Wälterlin), 1940–46 Schauspieler und bis 1947 Regisseur am →Stadttheater Bern (1941 Ardreys "Leuchtfeuer", 1942 →Hans Haugs "s’Anneli us dr Linde", 1943 Halbes "Jugend", Wilders "Eine kleine Stadt", 1943 Steinbecks "Der Mond ging unter", 1944 →Bertolt Brechts «Mutter Cou­rage und ihre Kinder», →René Morax/→Arthur Ho­neggers "König David", 1945 Uraufführung von →Jakob Bührers "Perikles", Schillers "Maria Stuart", 1946 Hauptmanns "Rose Bernd" mit →Käthe Gold, 1947 →Charles Ferdinand Ramuz/Strawinskys "Die →Geschichte vom Soldaten"mit →Hans Lietzau). K. inszenierte ausserdem an der →Schweizer Soldaten-Bühne "Bärentatze", beim →Cabaret Cornichon, am Schauspielhaus Zürich (1946 Priestleys "Und ein Tor tat sich auf", Ibsens "Baumeister Solness" mit →Albert Bassermann, 1949 Goethes "Götz von Berlichingen" und →Friedrich Dürrenmatts "Romulus der Grosse", 1950 Ibsens "Die Stützen der Gesellschaft", →Cäsar von Arx’ "Der Verrat von Novara", 1952 Shakes­peares "Der Widerspenstigen Zähmung", →Carl Zuckmayers "Der fröhliche Weinberg", 1953 Shaws "Pygmalion" und "Helden", 1956 Ustinovs "Der leere Stuhl", 1965 Audibertis "Die Zimmerwirtin", 1967 Ostrowskys "Tolles Geld", 1972 Uraufführung von →Rolf Hochhuths "Die Hebamme" mit →Heidemarie Hatheyer, 1973 Bethencourts "Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde" mit →Heinrich Gretler), am →Stadttheater Basel (1947 →Max Frischs "Santa Cruz", Uraufführung von →Albert Steffens "Märtyrer" sowie Cocteaus "Der Doppeladler", 1950 Molières "Der Tartuffe", 1951 Hans Haug/→Rudolph Bolo Maeglins "Gilberte de Courgenay", Shaws "Frau Warrens Gewerbe", 1952 García Lorcas "Bluthochzeit" mit Helene Thimig, Claudels "Der seidene Schuh", 1954 Kleists "Amphitryon"), am Stadttheater Luzern (1948 Hebbels "Herodes und Marianne", 1950 →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht", 1953 Molières "Tartuffe", 1954 Bahrs "Das Konzert", Shakespeares "Viel Lärm um nichts" und Dürrenmatts "Romulus der Grosse"), an der →Komödie Basel (Sartres "Die ehrbare Dirne", Rolands "Simone und der Friede", Williams’ "Endstation Sehnsucht", 1955 Bührers "Das Volk der Hirten", 1963 Behans "Die Geisel", 1965 Giraudoux’ "Um Lucretia") und für die →Bühne 64 Zürich (unter anderem 1971 Albees "Alles im Garten"). Gastinszenierungen unter anderem am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (1953 Shakespeares "Romeo und Julia"), am Theater in der Josefstadt Wien (1958 Emmet Laverys "Die erste Legion"), an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (1956 Brechts "Mann ist Mann"), an den Wuppertaler Bühnen, am Düsseldorfer Schauspielhaus sowie in Belgien, Frankreich, Südamerika, am Broadway in New York und am Piccolo Teatro in Mailand. 1964–66 Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim (unter anderem deutsche Erstaufführung von Billetdoux’ "Durch die Wolken"), 1968–70 Leiter der Festspiele Bad Hersfeld, 1969–72 Leiter der Domfestspiele Bad Gandersheim. Tätigkeit als Schauspiellehrer unter anderem am →Bühnenstudio Zürich und am Max-Reinhardt-Seminar Wien, 1959–77 Leiter der Studienabteilung Schauspiel an der Folkwangschule Essen, Professor für das künstlerische Hauptfach Regie. Diverse Filmrollen, unter anderem 1941 in "Der letzte Postillon vom St. Gotthard".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Werner Kraut, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1032.

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