Werner Kruse

Aus Theaterlexikon
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* 5.1.1910 Zürich, † 18.1.2005 Stugl/Stuls GR. Sohn eines Klavierbauers.

Zunächst Lehre als Klaviertechniker, dann Ausbildung an der Musikakademie Zürich (Abschluss mit Klavierdiplom), anschliessend Dirigentenkurs bei →Felix Weingartner und weitere Studien an der Musikakademie in Wien. 1931 lernte er →Trudi Schoop kennen und wurde ihr Klavierbegleiter und Komponist ihrer ersten Tanzkreationen. 1933–37 Komponist und musikalischer Leiter (neben Magnus Henning) beim Kabarett Die →Pfeffermühle, ab 1934 Klavierbegleiter und Komponist beim →Cabaret Cornichon. Als Dirigent und Komponist von Bühnenmusiken wirkte K. zudem 1941 am →Schauspielhaus Zürich und 1942–45 am →Stadttheater Luzern (unter anderem Bühnenmusik zur Uraufführung von Bruno Franks "Die verbotene Stadt"). 1951–55 war er musikalischer Leiter der →Komödie Basel. Daneben komponierte er zahlreiche Chansons für verschiedene Schweizer Kabarettisten, unter anderem →Alfred Rasser und sein →Cabaret Kaktus, →Elsie Attenhofer, →Margrit Rainer, →Arnold Kübler, →Voli Geiler und →Walter Morath, →César Keiser und →Margrit Läubli, das →Cabaret Bärentatze und das →Cabaret Kikeriki. 1955–60 betreute er musikalisch sechs Programme des Düsseldorfer Kabaretts "Das Kom(m)ödchen", dem er als freier Komponist noch einige Jahre verbunden blieb. Ausserdem mehrere Filmmusiken, unter anderem zu →Leonard Steckels "Bider der Flieger" (1941), E. W. Emos "Es liegt was in der Luft" (1950), →Karl Suters "Der Mustergatte" (1959) und →Kurt Frühs "Der 42. Himmel" (1962). Neben seiner musikalischen Tätigkeit schrieb K. Satiren (1974 "Reklamationen", 1988 "Satiren").



Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigger-Marschall, Ingrid: Werner Kruse, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1042.

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