Wilhelm Alfred Imperatori

Aus Theaterlexikon
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* 9.5.1878 Eupen (heute: B), † 23.3.1940 Corsier-sur-Vevey VD. ∞ I. Claire Dux, Sopranistin, spätere Frau des Schauspielers Hans Albers, ∞ II. Marianne Neuwirth, ∞ III. Edith Vetter, Zeichnerin und Bildhauerin.

Aus einer Tessiner Familie stammend, wuchs I. im damals preussischen Eupen auf und bereiste ab seinem 20. Lebensjahr verschiedene europäische Länder und die USA. Über Jahrzehnte wirkte I. in leitender Stellung in der deutschen Industrie, unter anderem in Köln und Dresden. Während des Ersten Weltkriegs lebte er in Berlin. Um 1930 liess er sich in der Schweiz nieder, lebte bis zirka 1935 in Kreuzlingen auf Schloss Weinfelden, anschliessend für kurze Zeit im südtirolischen Siusi, später in Basel und ab Herbst 1939 in Corsier-sur-Vevey am Genfersee. I. ist Verfasser mehrerer Dramen, Gedichte, Novellen und Romane (1924 "Lebensmittag"). Am Grossherzoglichen Hoftheater Weimar uraufgeführt wurden "Das Spiel um die Gnade" (25.11.1916; Schweizer Erstaufführung 14.4.1937 am →Stadttheater Basel, Regie: →Egon Neudegg) und "Graf Fabians Gewissen" (12.3.1918, in der Regie des Generalintendanten Carl von Schirach). "Die ewige Melodie" wurde am 5.11.1935 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn uraufgeführt und 1935–37 unter anderem am →Stadttheater Winterthur, am →Stadttheater St. Gallen, in Graz und in verschiedenen deutschen Städten wie Leipzig, Schleswig, Greifswald und Konstanz nachgespielt. Weitere Bühnenwerke: "Kredit und Glaube" (Uraufführung 1939, auch unter dem Titel "Venus und Merkur"), "Felian" (Uraufführung 1939), "Arbeit", "Alltäglichkeit".



Autorin: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Wilhelm Alfred Imperatori, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 902.

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