Wilhelm Tisch

Aus Theaterlexikon
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* 12.1.1899 Lemberg (Lwow, heute: UKR), † 24.12.1967 Basel.

Ausbildung zum Bassisten in Wien. Engagements 1924–27 als Chorsänger und 1927/28 als Solist an der Volksoper Wien, 1928–32 am Opernhaus Graz, 1932/33 am Stadttheater Nordhausen, 1933/34 am Stadttheater Troppau, 1934–52 am →Stadttheater Basel, dort unter anderem Rocco in Beethovens "Fidelio", Iwan Sussanin in Glinkas "Ein Leben für den Zaren", Calchas in Glucks "Iphigenie in Aulis", Titelpartie in der Uraufführung von →Hans Haugs "Tartuffe" (1937), die Mozart-Partien Commendatore "Don Giovanni", Dr. Bartolo in "Figaros Hochzeit" und Sarastro in "Die Zauberflöte", die Puccini-Partien Colline in "Die Bohème", Simone in "Gianni Schicchi" und Timur in "Turandot", Don Basilio in Rossinis "Der Barbier von Sevilla", König Peregrinus in der Uraufführung von Schubert/→Otto Maag/→Felix Weingartners "Schneewittchen" (1941), Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", Pater Lorenzo in →Heinrich Sutermeisters "Romeo und Julia", die Verdi-Partien Filippo II in "Don Carlo", Banco in "Macbeth" (1943/44, Regie: →Leopold Lindtberg), Zaccaria in "Nabucco", Lodovico in "Otello" und Ferrando in "Der Troubadour", in den Werken →Richard Wagners Veit Pogner in "Die Meistersinger von Nürnberg", Daland in "Der fliegende Holländer", Fafner in "Siegfried", König Marke in "Tristan und Isolde", Gurnemanz in "Parsifal" sowie Kaspar in Webers "Der Freischütz". Gastverpflichtungen in Genf, Kairo, Luzern, Wien und Zürich. Diverse Schallplattenaufnahmen. T. besass eine aussergewöhnlich mächtige, dunkle Stimme, die ihn vor allem für das seriöse Bassfach prädestinierte.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Wilhelm Tisch, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1948.

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