Willy Thiers

Aus Theaterlexikon
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* 14.11.1916 Wien (A), 18.11.1992 Basel, eigentlich Wilhelm Friedrich Thierstein.

Gesangsausbildung in Wien. Engagements 1939/40 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (Chormitglied mit Soloverpflichtung), 1940/41 am →Stadttheater Bern, 1941/42 am Stadttheater Mährisch-Ostrau, 1942/43 am Landestheater Linz, 1943/44 am Deutschen Theater Olmütz, 1944–53 am →Stadttheater St. Gallen und 1954/55 am →Stadttheater Basel. Während des Zweiten Weltkriegs Gastspiele in Brünn, Budweis, Pilsen und Prag. Als Gast 1957/58 am Landestheater Salzburg und 1958–60 am Landestheater Innsbruck. Obwohl T. in St. Gallen gelegentlich heldische Partien übernahm, errang er die grössten Erfolge als Kavaliers- und Charakterbariton. So zählten vor allem die Werke Donizettis, →Ruggero Leoncavallos, Lortzings, Millöckers, Mozarts (Guglielmo in "Così fan tutte", Titelrolle in "Don Giovanni", Conte Almaviva in "Le nozze di Figaro", Papageno in "Die Zauberflöte"), Nicolais, Puccinis, Rossinis, Johann Strauß’ und Verdis (Titelrolle in "Rigoletto", Giorgio Germont in "La Traviata", Conte di Luna in "Il Trovatore") zu seiner Domäne. T. sang ausserdem 1949 in St. Gallen den Pfarrer in der szenischen Uraufführung von →Heinrich Sutermeisters "Die schwarze Spinne" (Regie: →Karl Gotthilf Kachler, musikalische Leitung: →Silvio Varviso) sowie den Harlekin in der Uraufführung von Max Haefelins Kammeroper "Notturno" (Regie: →Karl Ferber, musikalische Leitung: →Richard Neumann). 1949/50 gastierte er als Sharpless in Puccinis "Madama Butterfly" am →Stadttheater Zürich. T. trat auch als Konzertsänger auf.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Willy Thiers, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1942.

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