Wolfgang Reichmann

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* 7.1.1932 Beuthen (Bytom, heute: PL), † 7.5.1991 Waltalingen ZH.

Nach dem Abitur Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik in Frankfurt am Main, Gesangsausbildung (Bass) am Opernstudio Wiesbaden und am Konservatorium Frankfurt. 1953 Debüt als Schauspieler am Zimmertheater Wiesbaden, dann Engagements am Kleinen Theater im Zoo in Frankfurt am Main, 1955/56 am Stadttheater Gießen (Huhn in Hauptmanns "Und Pippa tanzt"), 1956/57 in Oberhausen, 1957/58 am Nationaltheater Mannheim, 1958/59 am Schauspielhaus Bochum, 1959/60 an den Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel München. Ab 1962/63 am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem 1963 Mendel in Babels "Sonnenuntergang", Regie: →Werner Düggelin; 1966 Titelrolle in Sophokles’ "Aias" und Arzt in der Uraufführung von →Friedrich Dürrenmatts "Der Meteor", Regie jeweils: →Leopold Lindtberg; 1965 Holofernes in Hebbels "Judith", Regie: →Rolf Henniger; 1969 Albert in Bonds "Early Morning", Regie: →Peter Stein; 1980 Titelrolle in Lessings "Nathan der Weise" und 1981 Odoaker in Dürrenmatts "Romulus der Grosse", Regie jeweils: →Gerhard Klingenberg; 1982 Salieri in der Schweizer Erstaufführung von Shaffers "Amadeus", Regie: August Everding), als Gast ab 1966 am Düsseldorfer Schauspielhaus (unter anderem Titelrollen in Shakespeares "Othello", Goethes "Faust" und Büchners "Dantons Tod", Regie jeweils: Karl Heinz Stroux) sowie unter anderem am →Stadttheater Bern (1970 Titelrolle in Lessings "Nathan der Weise"), bei den Festspielen in Salzburg, Bad Hersfeld, Wunsiedel (1971 Falstaff in Shakespeares "König Heinrich IV.") und Jagsthausen (1984 und 1985 Titelrolle in Goethes «Götz von Berlichingen). Auch diverse Musicalpartien (unter anderem 1979 Tevje in Bocks "Anatevka", 1981 Conférencier in Kander/Masteroffs "Cabaret", jeweils in der Regie von Helmut Baumann am →Opernhaus Zürich; beide Rollen ebenfalls am Theater des Westens in Berlin) und Opernrollen, unter anderem an der Staatsoper München (1982 Moses in Schönbergs "Moses und Aaron") und am Opernhaus Zürich (1977 Akki in der Uraufführung von →Rudolf Kelterborns "Ein Engel kommt nach Babylon", Regie: Götz Friedrich; 1985 Bassa Selim in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Regie: Jean-Pierre Ponnelle). Zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Tätigkeit als Schauspiellehrer am →Bühnenstudio Zürich. Seit 1976 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Auszeichnungen

  • 1968 Goldene Kamera,
  • 1985 Grosser Bad-Hersfeld-Preis.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Wolfgang Reichmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1473–1474.

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