Yella Colombo

Aus Theaterlexikon
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* 21.2.1941 Steinach SG, eigentlich Gabriela C.

Ballettausbildung bei Tatjana Gsovsky in Berlin, Jazz Dance bei →Alain Bernard in der Schweiz sowie bei Matt Mattox in London, Step bei Gillian Gregory und Karen Rabinowitz in London. C. tanzte in kleinen Gruppen der freien Szene und unterrichtete Jazz und Step, bevor sie 1973 zusammen mit Gordon Coster in Zürich die Colombo Dance Factory gründete. Der Laienschule mit breitem Angebot schloss sie 1974 die erste schweizerische Berufsausbildungsstätte für zeitgenössischen Bühnentanz an: die "Zürich Tanz-Theater-Schule" mit dreijähriger Grundausbildung in Klassischem Ballett, Modern Dance, Jazz Dance, Step, Hip Hop, Flamenco, Choreografie und Gesang sowie weiteren Fächern. Das zusätzliche Ausbildungsprogramm umfasst Workshops und Sommerkurse mit internationalen Gastlehrern. Aus dem Schulbetrieb entwickelten sich zwei Gruppen: das Zurich Dance Theater (auch Zürcher Dance Theater, früher Zürcher Jazzballett), das 1974–85 von Coster geleitet wurde und die Jizz-Jazz-Produktionen 1–10 zeigte. Die Gruppe, die sich immer wieder neu zusammensetzt, besteht aus Schülern und Schülerinnen der professionellen Tanz­ausbildung, Lehrern und Lehrerinnen und Gästen. Ab 1985 leitete →Paula Lansley dieses Zurich Dance Theatre, 1988–90 →Armin Wild (unter dem Namen Zürich Tanz-Theater), später Catherine Christ. Die zweite Gruppe, die Colombo Dancers, die sich ebenfalls aus Schülern und Schülerinnen zusammensetzt, können für Privatanlässe engagiert werden; sie produzieren für ihre Auftraggeber eine dem Anlass entsprechende Choreografie. C. erhielt für ihre Schule nie Subventionen, wurde aber 1998 zum Jubiläum ihrer 25-jährigen Tätigkeit im Dienst des zeitgenössischen Tanzes mit einer Ehrengabe der Stadt Zürich bedacht.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Yella Colombo, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 394.

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