Yolanda Meier

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 14.12.1949 Buenos Aires (ARG), auch Jolanda M.

Erster Tanzunterricht in ihrer Heimatstadt Basel an der Ballettschule des →Stadttheaters Basel. Berufsausbildung an der Akademie für künstlerischen Tanz in Wien, dann drei Jahre in New York an der Martha Graham School of Contemporary Dance, der American Ballet Theatre School und der Robert Joffrey Ballet School. Tänzerin in London bei Moving Being und The Place sowie in Paris beim Ballet Théâtre du Continent Noir. Vier Jahre fest, dann Gasttänzerin bei Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal, mit dem sie internationale Tourneen unternahm. Anfang der achtziger Jahre Rückkehr in die Schweiz; Tänzerin und Choreografin beim →Schweizer Kammerballett (1983/84 "Aleteo"). Für das Ballett an den →Basler Theatern 1981 Choreografie von "Die Spirale" sowie 1986 von "König Mensch" und 1984 Kreation eines Solotanzes in →Heinz Spoerlis "Gefesselt". Mitbegründerin des Theaters Sapperlot in Basel und Mitgestaltung der Programme "Sugus", "Makadam" und "Der Engel und die Ständerlampe" für das internationale Theaterfestival in Avignon. 1985 Gründung einer eigenen Gruppe und Produktion von "Whalesongs" sowie "Pour ma grand-mère" und 1988 von "Les Créations de l’ombre" zu Originalmusik jurassischer Komponisten. 1988 Umzug des Yolanda Meier Tanztheaters nach Zürich, Produktionen: 1989 "LA FOLIA … oder Lass die Flügel am Tisch und tanz!", 1990 "Lumières fragiles" und 1991 "Le Pas suspendu". M. arbeitete häufig mit dem Komponisten Joel Vandroogenbroeck zusammen und schuf ein an der Musik orientiertes Tanztheater, dessen Choreografie formal überlegt aufgebaut war und eindrucksvoll interpretiert wurde. Weitere Produktionen und Projekte: 1992 "Volière" und "Nacht der Maschinen" (Choreografie: →Fred Mazaudou) am Basler Tinguely-Brunnen. M. unterrichtete zudem in Frankreich und der Schweiz. Seit 1994 lebt sie in Santo Domingo.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Yolanda Meier, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1220–1221.

Normdaten