Yves Raeber

Aus Theaterlexikon
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* 26.11.1955 Zürich. Sohn des Schauspielers Pierre R.

Zweisprachig aufgewachsen, spielte R. später sowohl in deutscher wie französischer Sprache. Schauspielausbildung 1975–77 an der Ecole Jacques Lecoq in Paris. 1977–83 gehörte R. zum Ensemble des →Théâtre Populaire Romand in La Chaux-de-Fonds (1982 Scapin in Molières "Les Fourberies de Scapin" und 1983 Olivier in Michel Vinavers "Par-dessus Bord", Regie beide: →Charles Joris). 1983–85 Engagements am →CDR – Centre Dramatique Romand in Lausanne (Achilles in Offenbachs "La Belle Hélène", Regie: →André Steiger), →Theater am Neumarkt Zürich und an den →Basler Theatern. Ab 1986 freischaffend, unter anderem beim Theater Gruppe 80 Wien, am Landestheater Tübingen, am Theater Die Färbe Singen, an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, an der Comédie de Reims sowie in der Schweiz am →Theater an der Winkelwiese Zürich (1989), am →Theater Basel (1988 Mack in →Andres Mürys "They Shoot Horses, Don’t They?"nach Horace McCoy, Regie: →Jossi Wieler), bei →Lynx Bern, bei →Yoyo Production Zürich (1999 Prinz in "Schneewittchen" nach →Robert Walser, Regie: →Rudolph Straub), am →Theater Tuchlaube Aarau und am →Theater an der Effingerstrasse Bern (2000 George in Steinbecks "Von Mäusen und Menschen"). Seit 1988 arbeitet R. auch als Regisseur. Er inszenierte unter anderem →Jakob Bührers "Marignano" in der →Kaserne Basel, 1989 Ingeborg von Zadows "Ich und Du" am Theater Die Tonne Reutlingen, 1995 Ilan Hatsors "Vermummte" im Depot Hardturm Zürich sowie bei Amateurtheatergruppen, etwa den →Freunden des Volkstheaters Wädenswil (1994 Lope de Vegas "Der Hund des Gärtners") und der Aemtlerbühne Affoltern am Albis (2002 Jules Romains’ "Knock"). 1996 gründete R. die freie Gruppe Theater Solex, mit der er Claude Confortès’ "Marathon" inszenierte (im Performancespace G 15 Zürich). 1998 Zusammenschluss des Theaters Solex mit der freien Gruppe Theater Vertigo für das Waslaw-Nijinski-Projekt "Ich bin ein Truthahn mit Gottesfedern" (1998, im Zeughaus 5 in Zürich) und Peter Josts "Test.Lady.Test" (1999, im →Theaterhaus Gessnerallee, Regie beide: Thea Dumsch). 2001 inszenierte R. die deutschsprachige Erstaufführung von Vinavers "Die Nachbarn" (in eigener Übersetzung) im Bröko-Zentrum Arche in Zürich. Diverse Film- und Fernsehrollen. Verschiedene Arbeiten als Sprecher und Hörspielregisseur. Übersetzungen von Theaterstücken, Drehbüchern und Filmexposés.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Yves Raeber, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1456–1457.

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