Zuger Spiillüüt, Zug ZG

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Amateurtheater, vorrangig Sprechtheater in Dialekt

Der Verein wurde am 21.4.1967 als Nachfolger der Heimatschutzbühne Zug gegründet. Deren Präsident, Autor und Regisseur Adolf Meyer war Mitbegründer der Z. und Regisseur der ersten Produktionen. Es wird in der Regel ein Stück pro Jahr inszeniert, wobei vor allem unterhaltsames und zeitgenössisches Theater gespielt werden soll. Auf dem Spielplan stehen vorrangig Komödien, beispielsweise 1971 "Drei Männer im Schnee" nach Erich Kästner, 1973 →Werner Gutmanns "Galgevögel", 1978 Josef Villigers "Eidgenoss Krättli", 1982 Doris Bieris "De Wunibald", 1985 Pagnols "Topaze", 1990 Gogols "Der Revisor", 1991 Horváths "Figaros Scheidung" (Koproduktion mit der Theatergruppe Die →Kulisse Zug), 1995 Ayckbourns "s’Fäschtkomitee", 1999 →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" und 2001 Michael Endes "Spiilverderber". Zu Vereinsjubiläen wurden Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" (1987) und Gerold Theobalts "Don Camillo und Peppone" nach Giovannino Guareschi (1997) als Freilichtaufführungen inszeniert. Vor allem in den ersten Jahren produzierten die Z. auch Kabarettprogramme mit Bezug zur Stadt und zur Region Zug. In den Produktionen treten neben den Mitgliedern der Z. Gäste aus anderen Vereinen auf. Für Regie, Bühnenbild, Kostüme und Technik werden oft professionelle Theaterschaffende verpflichtet, beispielsweise die Regisseure Peter Züsli (1984–91) und Rafael Iten (ab 1995). In der ersten Zeit traten die Z. im →Theater Casino Zug auf. Seit Anfang der siebziger Jahre finden die Aufführungen vor allem im Theater im Burgbachkeller statt, teilweise im Theater Casino, in der Burgbachhalle und im Schulhaus Loreto. Seit 1999 proben die Z. in einer Theaterhalle in der Gewürzmühle, die von der Stadt Zug zur Verfügung gestellt wird und die die Z. gemeinsam mit der Theatergruppe Die Kulisse Zug renovierten. Die Z. finanzieren sich durch Gönner-, Sponsoren- und Mitgliederbeiträge sowie Gastspieleinnahmen und werden von der Stadt und dem Kanton Zug unterstützt. Verbandsmitglied: →ZSV.



Autor: Sigi Blarer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blarer, Sigi: Zuger Spiillüüt, Zug ZG, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2159.