Alfred Flückiger

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* 27.1.1898 Basel, † 30.1.1983 Gordola TI.

Aufgewachsen in Bern und Hilterfingen, besuchte F. die Mittelschule in Zürich und studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie in Bern, Zürich und Paris. Anschliessend bereiste er Europa und die USA, wo er an der Columbia University in New York einen Grafikerkurs besuchte. Nach Zürich zurückgekehrt, arbeitete F. als Grafiker und als Lehrer an der Höheren Töchterschule Zürich. Ab 1926 war er Redaktor des Jahrbuchs des Schweizerischen Ski-Verbands. Im Zentrum seiner zahlreichen Theaterstücke und Hörspiele stehen oft historische Persönlichkeiten. In Zürich uraufgeführt wurden "(Rasputin)" (2.2.1944, →Dramatischer Verein Zürich) sowie "(Der Narr auf Manegg)" (1945) und "(Zwingli)" (1947). Weitere Bühnenwerke: "(Essex)" (1928), "(Waldmann)" (1936), "(Rudolf Brun)" (1938), "(Sucher und Versucher)" (enthält die Dramen "(Kolumbus)", "(Paracelsus)", "(Rasputin)", 1961), "(Unser farbiger Bruder)" (enthält "(Der Oliventopf)", "(Abraham Lincoln)", "(Mahatma Ghandi)", 1962), "(Ein Pilger der Barmherzigkeit)" (1967), "(Menschenwege)" (enthält "(Major Davel)", "(Karl Stauffer)", "(Begegnung mit sich selbst)", "(Ein sehr angesehener Mann)", 1967), "(Unsere Erde, drei Porträts)" (enthält "(Ein Nobelpreis)", "(Die Zeitbombe tickt)", "(Ein neues Atlantis)", 1972), "(Totentanz)" (1973), "(Donna Juana)" (1974). F. veröffentlichte auch Novellen, Romane ("(Muck. Lebenstage eines Alpenhasen)", 1940), Lehrbücher ("(Die Schrift und ihre Gestaltung)", 1938) und Hörspiele. Schliesslich verfasste er touristische Publikationen im Auftrag der Schweizerischen Verkehrszentrale. Gründungsmitglied des Zürcher Schriftsteller-Vereins.

Auszeichnungen

  • 1948 Ehrengabe des Kantons Zürich.

Nachlass

  • Zentralbibliothek Zürich.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Alfred Flückiger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 609.

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