Felix Klee

Aus Theaterlexikon
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* 30.11.1907 München (D), † 13.8.1990 Bern. ∞  I. Efrossina Greschoff, Sängerin. Sohn des Malers Paul K. (der für K. seine berühmten Handpuppen anfertigte) und der Münchner Pianistin Lily Stumpf, Vater des Kunstmalers Alexander K.

Volksschule und Realgymnasium in München, danach Tischler-Ausbildung am Bauhaus Weimar bei Johannes Itten, wo sich K. für die Puppen seines Vaters eine beleuchtete Spielbühne baute; Gesellenprüfung. Musikstudium, Hilfsspielleiter 1926–28 am Friedrich-Theater Dessau, 1928/29 am Landestheater Coburg und 1929–31 am Stadttheater Breslau. 1931/32 war K. Regisseur der Oper unter der Direktion von →Oskar Wälterin am →Stadttheater Basel (unter anderem Lortzings "Zar und Zimmermann", Verdis "Rigoletto", →Richard Wagners "Rienzi der letzte der Tribunen", Haydns "Der Apotheker") und übernahm auch kleinere Rollen in Schauspiel und Operette. 1932/33 Hilfsspielleiter an den Städtischen Theatern Düsseldorf, 1933–37 Spielleiter der Oper am Stadttheater Ulm, im Sommer 1936 Spielleiter der Operette am Städtischen Kurtheater Lindau, 1938–40 Oberspielleiter der Oper am Stadttheater Wilhelmshaven, 1940/41 Oberspielleiter der Oper und Operette am Stadttheater Göttingen, 1941–44 Spielleiter der Oper am Stadttheater Würzburg. 1944 Militärdienst, russische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr lebte K. zunächst in Sommerhausen am Main, ab 1948 in Bern. Von 1949 bis zur Pensionierung 1972 war er als "Allrounder" im Radio Studio Bern tätig, unter anderem führte er Hörspielregie (1967 Edwin Arnets "Das kleine Weihnachtsspiel 1948"). K. war ein hervorragender Tierstimmenimitator, seine Kunst wurde im Studio Bern aufgezeichnet und vom Tonarchiv genutzt. 1953 Gründungsmitglied und ab 1963 Präsident der Paul-Klee-Stiftung in Bern. Zahlreiche Publikationen und Veröffentlichungen, wie 1957 die Tagebücher, Gedichte und 1979 die Briefe seines Vaters. Fernsehporträt von Werner Zeindler mit K. als Zeitzeuge und Puppenspieler "Sollte alles denn gewusst sein? – Wege zu Paul Klee", Süddeutscher Rundfunk 1989.

Auszeichnungen

  • 1987 Dr. h. c. Universität Bern, Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.


Autor: Werner Wüthrich



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Wüthrich, Werner: Felix Klee, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 997.

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