Fritz Gysi

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1888 Zofingen AG, † 5.3.1967 Zürich.

Studium der Kunstgeschichte, Literatur- und Musikwissenschaft an den Universitäten Zürich, Bern und Berlin, dann in Florenz und Rom. Daneben Besuch des Konservatoriums in Basel. 1913 Promotion mit einer Arbeit über kirchliche Barockarchitektur in der Schweiz. 1921 Habilitation für Musikgeschichte an der Universität Zürich, 1931 Titularprofessor. Dozent an der Volkshochschule und an der Musikakademie in Zürich. Musikkritiker bei der "Neuen Zürcher Zeitung", der "Züricher Post", der Basler "National-Zeitung" und den "Basler Nachrichten", von 1928 an erster Musikreferent beim Zürcher "Tages-Anzeiger" (Kürzel: fg.). Mitarbeiter diverser Musikfachzeitschriften sowie der "Schweizerischen Theaterzeitung"; Beiträge für etliche Programmhefte des →Stadttheaters Zürich. G. schrieb neben zahllosen Konzertkritiken Hunderte von Opern- und Ballettrezensionen, vor allem zu Aufführungen am Stadttheater Zürich. Im Zentrum seiner Kritiken stand die musikalische Wertung, nicht der szenische Aspekt. Modernem Regietheater stand er zusehends skeptisch gegenüber. Verfasser und Herausgeber mehrerer musikwissenschaftlicher Publikationen ("Mozart in seinen Briefen", 1919–21; "Richard Wagner und die Schweiz", 1929).

Auszeichnungen

  • 1967 Hans-Georg-Nägeli-Medaille der Stadt Zürich.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Fritz Gysi, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 776.

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