Gabriele Marti

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 11.3.1936, Bürgerin von Lyss BE, eigentlich Gabrielle M. ∞ Alfred Böckel, Schauspieler.

Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich. Erste Auftritte 1959 am →Schauspielhaus Zürich. Danach spielte M. unter anderem 1961–63 am Theater am Domhof in Osnabrück und 1964–66 am Städtischen Theater Mainz. 1966–96 wirkte M. als Ensemblemitglied und danach bis 1998 als Gast an den Städtischen Bühnen Essen/am Theater Essen. Dort verkörperte sie mehrheitlich kleinere und mittlere Rollen. Sie spielte unter anderem 1968/69 Doña Isabel in Claudels "Der seidene Schuh" und die Braut in →Bertolt Brechts "Die Kleinbürgerhochzeit", 1969/70 Agnes Sorel in Schillers "Die Jungfrau von Orleans", 1971/72 das Apothekerfräulein in Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti", 1972/73 des Teufels Grossmutter in Grabbes "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" und Raissa in Nikolai Erdmans "Der Selbstmörder", 1974/75 Lydia Pawlowna in Gorkis "Barbaren" und die Stieftochter in Pirandellos "Sechs Personen suchen einen Autor", 1975/76 Olivia in Shakespeares "Was ihr wollt", 1979 Frau Gabor in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", 1980 die Kurfürstin in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" und Schwester Anderson in Brian Clarks "Ist das nicht mein Leben?", 1981 Roelles Mutter in Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt", 1984 Angustias in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", 1985 Friederike Gollwitz in Franz und Paul von Schönthans "Der Raub der Sabinerinnen" und Frau Linde in Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim", 1986 Dotty Otley in Michael Frayns "Der nackte Wahnsinn", 1991 Madame Pernelle in Molières "Tartuffe" und 1992 Frau Amtsgerichtsrat in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung".



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Gabriele Marti, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1187–1188..

Normdaten