Helmut Schilling

Aus Theaterlexikon
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* 28.8.1906 Bern, † 11.2.1984 Bern. S. studierte neue Sprachen, Geschichte und Theaterwissenschaft in Bern, Heidelberg, Paris, Berlin und Oxford.

1930 promovierte er in Heidelberg mit der Arbeit "Der Franzose im deutschen Drama" und erwarb das Gymnasiallehrerdiplom. 1944–74 Gymnasial- und Seminarlehrer in Bern. Neben Erzählungen, Hörspielen und Gedichten schrieb er eine Reihe von Dramen und Laienspielen in Hochdeutsch und in Mundart. Den Zenith seiner Dramatikerlaufbahn erreichte er nach dem Krieg mit den Ideendramen "Die Würfel sind gefallen" (Uraufführung 15.3.1949, →Stadttheater Bern) und "Passagier sieben" (Uraufführung 20.10.1950, ebenfalls Stadttheater Bern). Seine Werke zeichnen sich durch einen "kultivierten Stil" aus und thematisieren das Ringen einzelner Menschen um eine sittliche Weltordnung. Weitere dramatische Werke: "Friedensspiel" (Uraufführung 1948, Bern), "Maske Mirabeau" (1955), "Experiment René"(Uraufführung 7.4.1966, →Atelier-Theater Bern), "Erbschaft" (Komödie, 1970) und "Carico, der Clown" (Monodrama; Uraufführung 1.4.1973 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn). Lebenslange journalistische Tätigkeit, unter anderem als langjähriger Berner Theaterkorrespondent für die "Neue Zürcher Zeitung" (Kürzel: H. Sg.) und die "National-Zeitung" in Basel (Kürzel: Ht. S.). Vorstand der →GSD, 1957–66 deren Präsident, Vorstand des Berner Schriftsteller-Vereins und Beisitzer der Dramatiker-Union in Berlin.

Auszeichnungen

  • Literaturpreis der Stadt Bern 1946 und
  • 1968 sowie viele weitere Preise im In- und Ausland.

Literatur

  • Ein Wort bereit: H. S. zum 75. Geburtstag, herausgegeben von Hans Erpf, 1981.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Helmut Schilling, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1605–1606.

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