Sigfried Schibli

Aus Theaterlexikon
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* 19.3.1951 Basel.

Studium der Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Basel und Frankfurt am Main. 1984 Promotion mit einer Arbeit über Alexander Skrjabin. S. begann 1972 als Musikkritiker und -publizist bei Schweizer Zeitungen ("Basler Volksblatt", "Basler Nachrichten") und wurde 1978 freier Mitarbeiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sowie des Hessischen Rundfunks. 1985–88 Verlagsredaktor der "Neuen Zeitschrift für Musik" (Mainz) und seit 1988 Musikkritiker und Feuilleton-Redaktor der "Basler Zeitung" (Kürzel: bli). S. setzt sich mit Blick für das jeweilige kulturelle Umfeld intensiv mit der Gegenwart und der Geschichte des Musiktheaters sowie selbstreflexiv mit der Geschichte und der zeitgenössischen Praxis der Musikkritik auseinander. Den Kritiker sieht er als solidarischen Partner der Musikerinnen und Musiker, als Dienstleistenden an der Sache der Musik, welcher das Publikum zum selbstständigen Urteil animiere. Kritik habe, auch wenn es keine objektiven Massstäbe gebe, gerade im Neuen und Ungehörten wesentliche qualitative Differenzen festzustellen. S. ist Herausgeber und hauptsächlicher Verfasser des Bands "Musikstadt Basel. Das Basler Musikleben im 20. Jahrhundert", 1999 (darin auch: "Ein Haus und seine Wandlungen. Musiktheater und Tanz im Basler Stadttheater" und "Basler Festspiele. Zum Beispiel die Gedenkfeiern 1901, 1944 und das geplante Festspiel 1998"). Weitere Buchveröffentlichungen über Skrjabin, Liszt ("Franz Liszt. Rollen, Kostüme, Verwandlungen", 1986) und →Jürg Wyttenbach.



Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Sigfried Schibli, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1602.

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