Hans Erismann

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* 21.1.1911 Aarau AG, † 22.1.1988 Küsnacht ZH. ∞ →Maria Stader, Sängerin.

Studien am →Konservatorium Basel und an der Hochschule für Musik in Berlin, unter anderen bei Clemens Krauss und Paul Lohmann. Danach 1938–41 Musikdirektor in Weinfelden. 1941–77 Chordirektor und Kapellmeister am Stadttheater/→Opernhaus Zürich, Zürich ZH. Mehr als drei Jahrzehnte betreute E. neben diversen Zusatzchören den hauseigenen Chor, den er zu einem homogenen Ensemble mit beachtlichem Niveau formte. Gelegentlich dirigierte er auch Opernvorstellungen, etwa 1962 im Rahmen der Internationalen Juni-Festwochen Mozarts "Die Zauberflöte" mit Stader als Pamina. 1953–84 Dirigent des Sängervereins Harmonie Zürich. Mit diesem Chor erarbeitete er zahlreiche Werke von Schweizer Komponisten (unter anderem von →Othmar Schoeck, →Heinrich Sutermeister, →Armin Schibler, →Robert Blum). 1979–87 Leiter der Orchestergesellschaft Zürich. Neben seinen musikalischen Tätigkeiten wirkte E. als Publizist: 1968–80 als Redaktor der "Schweizerischen Chorzeitung" sowie als Verfasser von Büchern zum Zürcher Musikleben, unter anderem "Johann Brahms und Zürich" (1974), "Richard Wagner in Zürich", "Der Sprung in die Pauke. Anekdoten aus dem Zürcher Stadttheater" (beide 1987).

Auszeichnungen

  • 1979 Hans-Georg-Nägeli-Medaille der Stadt Zürich.


Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Hans Erismann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 538.

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