Herbert Herrmann

Aus Theaterlexikon
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* 7.6.1941 Bern.

Schriftsetzerlehre (Diplom 1960), dann private Schauspielausbildung in Zürich. H. spielte zunächst am →Galerietheater Die Rampe in Bern (unter anderem 1966 Herb Linde in der Uraufführung von Klaus W. Leonhards "Das Unternehmen", 1967 Titelrolle in Roger Vitracs "Victor oder Die Kinder an der Macht", Regie: →Peter Borchardt) sowie 1966/67 als Gast und 1967–70 fest verpflichtet am →Atelier-Theater Bern (unter anderem: Titelrolle in Marcel Pagnols "Marius", Regie: Urs Bürgin; Peter Peter in Curt Goetz’ "Ingeborg", Regie: →Valérie von Martens, die ihn nach Berlin empfahl; Antoine in Michel Andrés "Bankraub für Anfänger", Regie: →Friedrich Kutschera; Wolfgang in Horst Ulrich Wendlers Tucholsky-Dramatisierung "Rheinsberg", Regie: →Edward Rothe). Es folgten zahlreiche Stückverträge in Deutschland, insbesondere für (Boulevard-)Komödien, unter anderem am Renaissance-Theater in Berlin, an der Kleinen Komödie in München, an den Hamburger Kammerspielen (unter anderem 1971 Calimacco in Machiavellis "Mandragola"), an der Komödie Düsseldorf, an der Komödie im Marquardt in Stuttgart, seit 1982 vor allem an der Komödie und am Theater am Kurfürstendamm in Berlin (unter anderem 1997 Roy Lewis in Clive Exters "Verzwickte Lügen"). Daneben war H. auf zahlreichen Tourneen zu sehen (unter anderem 1972 Cléante in Molières "Der Geizige"; 1976 de Rocca in Ferdinand Bruckners "Heroische Komödie"; 1982 René Deval in Claude Magniers "Ein klarer Fall"; 1985 Gaston in Colettes "Gigi"; 1991 Paul Bratter in Neil Simons "Barfuss im Park", zusammen mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Susanne Uhlen, Regie: Jürgen Wölffer). H. inszenierte unter anderem am Atelier-Theater Bern (1977 Joyce Rayburns Komödie "Früher oder später", 1996 Cecil Stevens’ "Verstehen Sie Julia?", jeweils selbst in einer Hauptrolle). H. gilt als einer der beliebtesten Boulevardtheater-Stars des deutschsprachigen Raums und wurde darüber hinaus durch zahlreiche Fernsehrollen populär, darunter 1977 neben Jutta Speidel und Thomas Fritsch in der Fernseh-Serie "Drei sind einer zuviel".

Auszeichnungen

  • 1977 "Otto" der Zeitschrift Bravo,
  • 1988/89 "Goldener Vorhang" für Berliner Theater-Boulevard.


Autorin: Judith Niethammer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Niethammer, Judith: Herbert Herrmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 831–832.

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