Hermann Walling

Aus Theaterlexikon
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* 10.8.1893 Laibach (Ljubljana, heute: SLO), † 13.11.1961 Basel.

Debüt in Klagenfurt, 1914–18 Kriegsdienst, dann Engagements in Mährisch-Ostrau, Brünn, Prag, Wien (Raimundtheater, Volkstheater, Renaissancebühne) und Chemnitz. 1929–41 als erster Held des Schauspiels und Bonvivant am →Stadttheater Basel, dort über hundert Rollen, darunter 1929 Titelrolle in Goethes "Egmont" (Regie: →Oskar Wälterlin), 1931 Titelrolle in Schnitzlers "Anatol", 1932 Karlos in Goethes "Clavigo" und die Titelrolle in Büchners "Dantons Tod" (erste Basler Inszenierung des neuen Direktors →Egon Neudegg), 1933 Orsino in Shakespeares "Was ihr wollt" (Regie: →Gustav Hartung), 1934 Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm" (Regie: →Alwin Kronacher), 1935 Titelrolle in Kleists "Amphitryon" (Regie: →Carl Ebert), 1937 Alba in Schillers "Don Carlos" und Baron Krüg in Čapeks "Die weisse Krankheit" (Regie jeweils: Hartung), 1940 Stauffacher in Schillers "Wilhelm Tell" und Don Pedro in Shakespeares "Viel Lärm um nichts". 1941 aus Angst vor einer deutschen Invasion Emigration nach Santiago de Chile, nach dem Krieg Rückkehr nach Basel, dort zunächst als Gemüsehändler, dann durch Vermittlung von Edgar Bonjour als Bibliotheksangestellter am Historischen Seminar der Universität tätig.

Literatur

  • Blubacher, Thomas: Befreiung von der Wirklichkeit? Das Schauspiel am Stadttheater Basel 1933–1945, 1995.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Hermann Walling, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2042–2043, mit Abbildung auf S. 2043.