Hilde Harvan

Aus Theaterlexikon
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* 7.2.1925 Wien (A), auch Hilde Harwan.

H.s Schaffen am Wiener Burgtheater beschränkte sich auf Klein- und Kleinstrollen, so spielte sie beispielsweise ein Fräulein in Frantisek Langers "Das Kamel geht durch das Nadelöhr", Margot in Schillers "Jungfrau von Orleans" (Regie: Adolf Rott), Lucie in Goethes "Stella" (Regie: Raoul Aslan) und ein Bürgermädchen in Goethes "Faust". 1948/49 war H. am →Stadttheater Bern engagiert (unter anderem Isabella in Shakespeares "Zweierlei Mass" und Eve in Kleists "Der zerbrochne Krug", Regie jeweils: →Hans Lietzau; Jennifer in Shaws "Der Arzt am Scheideweg" und Stella in Maughams "Die heilige Flamme", Regie jeweils: →Paul Kalbeck). Ab Anfang 1949 bis Ende der Saison 1949/50 spielte H. am →Stadttheater Basel, unter anderem Ida in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und Phoebe in Shakespeares "Wie es euch gefällt". Seit der Eröffnung der →Komödie Basel im Jahr 1950 gehörte H. bis 1958 deren Ensemble an, sie spielte unter anderem Liz in Cowards "Auf nach Amerika", Beatrice in Goldonis "Der Lügner", Ruth in Cowards "Fröhliche Geister", Marianne in Goethes "Geschwister", Olivia in Shakes­peares "Was ihr wollt", Desdemona in Shakespeares «Othel­lo» (Regie: →Leopold Biberti, im Stadttheater Basel), Belisa in der Schweizer Erstaufführung von García Lorcas "In seinem Garten liebt Don Perlimplín Belisa", Christine in Schnitzlers "Liebelei", Belinda in Harris’ "Johnny Belinda", Elise in Molières "Der Geizige", Luziana in Shakespeares "Komödie der Irrungen", Lady Milford in Schillers "Kabale und Liebe", Elmire in Molières "Tartuffe", Petra Stockmann in Ibsens "Ein Volksfeind". 1955 trat H. erneut am Wiener Burgtheater als Luise in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: Adolf Rott) auf, eine weitere Gastrolle an diesem Haus war die Columbine in Priestleys "Schafft den Narren fort". 1959 gastierte H. als Blanchette in →Pierre Bürkis "Bezaubernde Mama" am Stadttheater Bern, 1964 als Emma in Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald" am →Schauspielhaus Zürich. Der Komödie Basel blieb H. weiterhin als Gast verbunden, so zum Beispiel 1960 als Grusche in der Schweizer Erstaufführung von →Bertolt Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" (Regie: →Egon Karter) und 1962 als Titania in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", 1963 trat sie wieder ins Ensemble ein und spielte bis 1965 unter anderem Lady Chiltern in Wildes "Ein idealer Gatte", Frau von Erbsenstein in Nestroys "Das Mädel aus der Vorstadt", Holga in Millers "Nach dem Sündenfall" und Lucile in Giraudoux’ "Um Lucretia".



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Hilde Harvan, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 801–802.

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